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pte20191212015 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

Deutsche Industrie schwächelt auch 2020

Laut Prognose des IfW trotz schwachem Konjunkturwachstum keine Rezessionsgefahr


Schweißer: Deutsche Industrie schwächelt 2020 (Foto: pixabay.com, alcangel144)
Schweißer: Deutsche Industrie schwächelt 2020 (Foto: pixabay.com, alcangel144)

Kiel (pte015/12.12.2019/12:30) - Die Flaute in der deutschen Industrie wird sich auch im kommenden Jahr fortsetzen. Dennoch steht weiterhin keine Rezession bevor, wie das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) http://ifw-kiel.de prognostiziert. Vor allem höhere Löhne und niedrige Zinsen retten laut den Analysten die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020.

"Konjunkturprogramm unnötig"

"Die deutsche Wirtschaft braucht weiterhin kein Konjunkturprogramm. Dem Arbeitsmarkt kommt zugute, dass in den Dienstleistungsbereichen immer noch Beschäftigung aufgebaut wird", meinen die IfW-Forscher. Das verfügbare Einkommen der Deutschen soll 2020 um 2,8 Prozent steigen, im Jahr 2021 um 3,3 Prozent. Im Jahr 2019 hat sich das Einkommen noch um drei Prozent erhöht.

Das IfW rechnet mit einem schwachen Wachstum der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr. Dennoch wird sich das Bruttoinlandsprodukt um 1,1 Prozent erhöhen, im Jahr 2019 lag der Anstieg nur bei 0,5 Prozent. Das liege jedoch hauptsächlich daran, dass es 2020 mehr Arbeitstage geben wird als 2019.

Gute Aussichten für Bauwirtschaft

Einen Boom erwartet das IfW beim privaten Konsum. Steuersenkungen und Rentenerhöhungen würden dafür sorgen, dass Verbraucher mehr Geld ausgeben. Ebenfalls gute Aussichten gibt es für die Bauwirtschaft, hier werden sich die Investitionen weiter steigern. Die Industrie dagegen wird aufgrund der noch immer anhaltenden Unsicherheiten wegen der Handelsfehde zwischen den USA und China sowie dem Brexit ihre Investitionen zurückfahren.

(Ende)
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