Leben

BUSINESS

19.10.2021 - 10:55 | danberg&danberg.
19.10.2021 - 10:00 | IfM - Institut für Management G.m.b.H.
19.10.2021 - 09:33 | eurocom Translation Services

MEDIEN

19.10.2021 - 10:30 | pressetext.redaktion
19.10.2021 - 06:15 | pressetext.redaktion
18.10.2021 - 12:30 | pressetext.redaktion
pte20080616024 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Spinne lockt Beute mit Licht-Falle in den Tod

UV-reflektierende Seidenfäden ziehen nahrungssuchende Insekten an


Die australische St. Andrews Cross Spider gehört zu den Radnetzspinnen (Foto: University of Sydney)
Die australische St. Andrews Cross Spider gehört zu den Radnetzspinnen (Foto: University of Sydney)

Sydney (pte024/16.06.2008/12:15) - Australische Forscher haben entdeckt, dass Radnetzspinnen ihre Beute offenbar mit UV-Licht ködern, das von zickzackförmigen, breiten Seidenbändern in den Fangnetzen reflektiert wird. Die Funktion dieser künstlerisch anmutenden Elemente, die auch kreuz- oder spiralförmig sein können, hatte der Wissenschaft bisher Rätsel aufgegeben. Die Ergebnisse des Biologen-Teams von der University of Sydney http://www.usyd.edu stärken nun die Annahme, dass es sich bei den vermeintlichen Schmuck- und Stabilitätselementen um "Licht-Fallen" handelt, die Insekten auf Nahrungssuche anziehen.

Viele Pflanzen reflektieren UV-Licht, was von Insekten genutzt wird, um potenzielle Nahrungsquellen zu identifizieren. Diese Fähigkeiten nutzen einige Spinnenarten wie die von den australischen Wissenschaftlern untersuchte St. Andrews Cross Spider (Argiope keyserlingi) offensichtlich zum eigenen Vorteil aus. Durch die eingewebten UV-reflektierenden Seidenbänder werde bei den Insekten der Anschein erweckt, dass es sich um Pflanzen oder Blüten handelt, vermuten die Forscher. Daraufhin würden sich die Insekten nähern und bleiben im Netz der Spinne gefangen.

Um herauszufinden, warum die Spinnen derart aufwändige Dekorationen in ihr Fangnetz einbauen, versahen Studienleiter Dieter Hochuli und seine Kollegen im Feldversuch Netze der Art A. keyserlingi mit Folien, die UV- und blaues Licht filtern. Sie beobachteten dann, welche und wie viele Insekten in den Netzen mit und ohne Filter gefangen wurden. In gefilterten und ungefilterten Netzen fanden sich Fliegen, Bienen, Wespen und Moskitos. Bei Netzen ohne Filter sei die Zahl der gefangenen Beutetiere jedoch wesentlich höher gewesen. Wurden die "Dekorationen" aus den Netzen entfernt, fanden sich weniger gefangene Beutetiere darin, berichten die Forscher im Biological Journal der Linné-Gesellschaft http://www.linnean.org . Moskitos, die UV-Licht nicht sehen können, wurden durch die Filter hingegen nicht in ihrer Wahl beeinflusst. Diese Beobachtungen legen nahe, dass die besonderen Bestandteile der Spinnennetze als Licht-Fallen dienen, "die nahrungssuchende Insekten in den Tod lockt", so Hochuli.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Claudia Misch
Tel.: +43-1-81140-316
E-Mail: misch@pressetext.com
|
|
98.372 Abonnenten
|
193.825 Meldungen
|
79.972 Pressefotos
Top