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pte20210224015 Forschung/Entwicklung, Umwelt/Energie

Sperrmilch verstärkt Antibiotikaresistenzen

Verfütterung an Kälber laut Wissenschaftlern der Vetmeduni Vienna oftmals problematisch


Kalb bei der umstrittenen Fütterung mit Sperrmilch (Foto: pixabay.com)
Kalb bei der umstrittenen Fütterung mit Sperrmilch (Foto: pixabay.com)

Wien (pte015/24.02.2021/10:45) - Sperrmilch, also Milch, die für den menschlichen Verzehr gesperrt ist und gerne an Kälber verfüttert wird, kann Antibiotikaresistenzen verstärken. Zu dem Schluss kommen Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) http://vetmeduni.ac.at in ihrer neuen Untersuchung.

19 Fachbeiträge analysiert

Zwar liefert Sperrmilch hochwertige Bestandteile, die als Futter genutzt werden können. Aber aufgrund der enthaltenen antimikrobiellen Rückstände ist sie auch ein potenzieller Grund zur Besorgnis, denn diese Praxis kann zur Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen beitragen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) schätzt, dass rund ein Prozent der in der EU produzierten Milch als nicht verkaufsfähig (Sperrmilch) einzustufen ist und vermutlich an Kälber verfüttert wird. Trotz der geringen Menge besteht ein Gesundheitsproblem.

In einem aktuellen Review für die Fachzeitschrift "Pathogens" haben die Vetmeduni-Vienna-Wissenschaftler von 2016 bis 2020 insgesamt 19 in internationalen Fachzeitschriften publizierte Forschungsarbeiten sowie die EFSA-Stellungnahmen analysiert. Die überwiegende Mehrheit der Studien untersuchte aus dem Kot von Milchkälbern isolierte E.-coli-Bakterien, insbesondere den Einfluss der Milchfütterung auf die Häufigkeit des Vorkommens von Resistenzen bei diesen Darmkeimen.

Vorteile, aber auch Nachteile

Manche Ergebnisse für die Fütterung von Sperrmilch zeigen im Vergleich zu Milchpulver positive Auswirkungen für die tägliche Gewichtszunahme und andere Vorteile für die Gesundheit von Kälbern. Aber: "Die Fütterung von Sperrmilch ist von negativen Auswirkungen begleitet. Insbesondere sind dies die Entstehung und Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien, die Veränderung der Darmflora sowie die möglichen Folgen, die daraus für die globale öffentliche Gesundheit erwachsen könnten. Wir empfehlen deshalb, diese Faktoren bei der Fütterung von Kälbern mit Sperrmilch immer zu berücksichtigen", erläutert die Wiener Forscherin Clair Firth.

(Ende)
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