Plädoyer für ein anderes Europa
Von Václav Havel und Hubert Thurnhofer
Langenwang (pts012/20.08.2026/11:25)
"Die Regierung ist zufrieden, dass sich die Menschen nur für sich selbst interessieren und sich um die geistige, politische und moralische Vergewaltigung des Landes nicht kümmern." Eda Kriseová charakterisierte so die Tschechoslowakei in den 21 Jahren nach dem Niederschlag des Prager Frühlings bis zur Wende 1989. Dieser Satz charakterisiert ebenso Österreich seit Beginn dieses Jahrhunderts.
Geistige, politische und moralische Vergewaltigung in Österreich 2026 ist so alltäglich, dass diese von den Menschen des Landes nicht mehr bemerkt werden. Die Lüge ist längst zu allgemein gültigen Wahrheit geworden. Moral – wenn sie denn irgendwo eingefordert wird – wird bestenfalls verhöhnt, wenn nicht gar selbst als Vergewaltigung diffamiert.
Regierungen dienen dem Machterhalt des Systems, nicht der Umsetzung der Interessen des Volkes. Das Volk (die "Lemminge" c Peter Filzmaier) hat sich daran gewöhnt; es lebt großteils zufrieden mit sich selbst und mit zwei Grundsätzen:
1. Die Politik ist unerträglich, alle Politiker sind korrumpiert.
2. Da kann man nix dagegen machen, das war schon immer so.
Mit dieser Einstellung will sich der Philosoph Hubert Thurnhofer nicht abfinden. Seine Grundsatzfrage lautet: Warum ist etwas so und nicht anders? Wie Österreich im Rahmen Europas 2026 aussieht, unterzieht Thurnhofer einer schonungslosen, kritischen Analyse. Er sucht aber auch Antworten und findet diese in Reden von Václav Havel aus dem Jahr 1990. Der erste frei gewählte Präsident der Tschechoslowakei hatte eine Vision; er träumte von einer europäischen Konföderation souveräner Staaten. Ein fiktiver, aber konstruktiver Dialog, exklusiv auf ethos.at.
(Ende)| Aussender: | Moral 4.0 / ethos.at |
| Ansprechpartner: | Helenna Jouja |
| Tel.: | +43 699 12 66 09 29 |
| E-Mail: | office@ethos.at |
| Website: | www.ethos.at |


