Neue Nanopartikel gegen Demenz und Krebs
Verfahren der University of Technology Sydney: Schädliche Proteine werden aus Körper entfernt
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Hand: Hoffnung auf neuen Behandlungsansatz bei Demenz (Foto: pixabay.com, geralt) |
Sydney (pte010/23.01.2026/10:30)
Eine neue Nanopartikel-Technologie unter der Leitung von Forschern der University of Technology Sydney entfernt schädliche und krankheitserregende Proteine aus dem Körper. Das Verfahren stellt einen Fortschritt bei der Behandlung von "undruggable" Proteinen dar - insbesondere bei Demenz und Hirntumoren.
Abnormale Proteine
Laut Forschungsleiter Bingyang Shi sind Proteine für fast jede Funktion des Körpers von entscheidender Bedeutung. Mutieren sie jedoch, werden fehlgefaltet oder sammeln sich an der falschen Stelle an, können sie die normalen Zellprozesse stören und so Krankheiten auslösen.
Zahlreiche Erkrankungen wie Krebs, Demenz und Autoimmunerkrankungen werden von abnormalen Proteinen angetrieben. Manche dieser Proteine verfügen über Formen oder Verhaltensweisen, die sie gegen eine Behandlung mit Medikamenten besonders resistent machen.
NPTACs sind winzig
Die neu entwickelte Klasse künstlich hergestellter Nanopartikel, sogenannte Nanopartikel-vermittelte Targeting-Chimären (NPTACs), lassen sich so anpassen, dass sie sich an mit Erkrankungen in Verbindung stehende Proteine anbinden und sie abbauen.
Die neue Methode ist effizient und flexibel, denn krankheitserregende Proteine im Inneren und Äußeren der Zelle werden zum natürlichen Recycling-System des Körpers transportiert. Zudem überwindet das neue Verfahren die Blut-Hirn-Schranke, heißt es.
Erste Tests erfolgreich
Durch vielfache internationale Patente geschützt, haben die NPTACs bereits überzeugende präklinische Ergebnisse bei Krankheitszielen wie EGFR erzielt. Dabei handelt es sich um ein Protein, das häufig das Tumorwachstum vorantreibt.
Weitere Erfolge sind bei PD-L1 belegt. Dieses Protein hilft Krebszellen dabei dem Immunsystem auszuweichen. Die Ergebnisse sind in "Nature Nanotechnology" veröffentlicht. An der Studie waren auch Kam Leong von der Columbia University und Meng Zheng von der Henan University beteiligt.
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