pte20260121011 in Leben

Krebs: Rätsel um erschöpfte T-Zellen gelöst

Wissenschaftler der Kyoto University verfolgen neuen Ansatz zur Behandlung von Tumoren


Tumor: Hoffnung auf neuen Behandlungsansatz (Foto: pixabay.com, Gundula Vogel)
Tumor: Hoffnung auf neuen Behandlungsansatz (Foto: pixabay.com, Gundula Vogel)

Kyoto (pte011/21.01.2026/10:30)

Forscher der Kyoto University haben das Rätsel um erschöpfte Killer-T-Zellen im Rahmen einer Krebsimmuntherapie geklärt. Diese Zellen erschöpfen sich jedoch schrittweise und verlieren ihre vollständige Funktionalität. Frühere Studien haben gezeigt, dass die Glykolyse die Killer-T-Zellen zu einer tödlichen Erschöpfung treiben kann. Die Fettsäureoxidation (FAO) wiederum kann dieses Fortschreiten verhindern.

Mechanismus entschlüsselt

Eine physiologische Schlüsselrolle der Fettsäureoxidation ist der Verzehr von Fettsäuren. Daher haben die Forscher die Hypothese aufgestellt, dass eine geminderte FAO zur Ansammlung von intrazellulären Fettsäuren führt. Das wiederum fördere die toxische Lipidperoxidation, also die oxidative Zersetzung von Lipiden. Das Team hat sich also auf aktive Aldehyde konzentriert - die Endprodukte der Lipidperoxidation. Ihre Rolle bei Immunzellen war bisher nicht vollständig erforscht.

Mit der Multicolor-Durchflusszytometrie sind die tumor-infiltrierenden Killer-T-Zellen bei Proben von Mäusen und Menschen untersucht worden. Im Fokus stehen deren Stoffwechselaktivitäten, die Funktion der Mitochondrien und die Ansammlung von schädlichen aktiven Aldehyden. Mäuse mit einer Gendefekt bei FAO-Enzymen haben im Test eine übermäßige Aufnahme von Fettsäuen gezeigt. Das wiederum führt zur erhöhten Lipidperoxidation und erhöht damit die Ansammlung von aktiven Aldehyden. Es folgt eine beschleunigte Erschöpfung der T-Zellen und macht die Mäuse anfälliger für Tumore.

Basis für neue Krebstherapien

Laut einer weiteren Analyse werden aktive Aldehyde teils von den Mitochondrien produziert - und zwar als Folge der Lipidperoxidation. So wird die FAO unterdrückt und die Glykolyse aktiviert. Die Killer-T-Zellen geraten sodann in einen Teufelskreis aus metabolischer Erschöpfung. Dadurch verschlechtert sich die Differenzierung der T-Zellen und die Störung ihrer Funktionen. Die in "Nature Immunology" publizierten Ergebnisse sollen neue Behandlungsansätze gegen Krebs auf den Weg bringen.

(Ende)
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