pte20260227002 in Leben

Aurora-Molekül bändigt den Malaria-Erreger

Forscher der University of Nottingham verhindern Vermehrung von Plasmodium-Parasiten effektiv


Moskito: Forscher legen der Malariamücke jetzt das Handwerk (Foto: Pete, pixabay.com)
Moskito: Forscher legen der Malariamücke jetzt das Handwerk (Foto: Pete, pixabay.com)

Nottingham (pte002/27.02.2026/06:00)

Ein internationales Forscher-Team um Ryuji Yanase von der University of Nottingham haben mit Aurora-related kinase 1 (ARK1) ein Molekül zur Verhinderung der Vermehrung von Plasmodium-Parasiten identifiziert. Diese werden von Malariaträgern wie Anopheles, auch Malaria-, Gabel- oder Fiebermücken, beim Stechen übertragen. Werden diese Parasiten gestoppt, kann sich die Malaria nicht entwickeln.

Oft atypisches Wachstum

Im Gegensatz zu menschlichen Zellen teilt und wächst der Malariaparasit auf einzigartige, atypische Weise. Das Team hat entdeckt, dass ARK1 für die Organisation der "Spindel" verantwortlich ist, der molekularen Maschinerie, die genetisches Material auseinanderzieht, um neue Parasiten zu bilden. Als die Forscher ARK1 im Labor ausschalteten, waren die Ergebnisse beeindruckend.

Der Parasit hat keine richtigen Spindeln mehr bilden können, wodurch seine Vermehrung fehlschlug. Entscheidend ist laut den Experten auch, dass die Vermehrung der Parasiten ohne ARK1 sowohl in der Mücke als auch in Menschen, die von einer Malariamücke gestochen worden sind, gestoppt wird, sodass sich die Krankheit nicht entwickeln kann, heißt es.

Weg für neue Medikamente

"Der Name Aurora bezieht sich auf die römische Göttin der Morgenröte, mit der der neue Tag beginnt. Genauso führt dieses Protein zu einem neuen Verständnis der Zellbiologie von Malaria", sagt Yanase. Darauf basierend lassen sich nun Medikamente entwickeln, die die Teilung und damit Vermehrung der Parasiten im Menschen und in den Mücken verhindert, ergänzt Yanases Kollegin Rita Tewari. Die jetzt entschlüsselte unkonventionelle molekulare Maschinerie des Parasiten liefere einen "Entwurf" für die Entwicklung von Präparaten, die darauf abzielten, den Zyklus der Malariaübertragung zu durchbrechen.

(Ende)
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