Benzoylperoxid lindert Fußgeruch bei NPPK
Wissenschaftler der Kobe University haben eine Überwucherung mit Bakterien nachgewiesen
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Füße eines NPPK-Patienten: Betroffene leiden unter unangenehmem Geruch (Foto: N. Ono et al.) |
Kobe (pte008/22.01.2026/10:30)
Der ausgeprägte Geruch der Füße, der mit der Hauterkrankung Nagashima-Typ Palmoplantarkeratose (NPPK) einhergeht, wird durch die Überwucherung mit einem spezifischer Bakterienstamm verursacht. Laut Forschern der Kobe University stellt die örtliche Anwendung von Benzoylperoxid das Gleichgewicht der bakteriellen Hautflora wieder her. Der Geruch nimmt ab. Von dieser Erkrankung sind allein in Japan rund 10.000 Personen betroffen. In Ostasien sind es mehrere hunderttausend Patienten.
NPPK kaum erforscht
NPPK führt zur Rötung der Handflächen und der Fußsohlen sowie einem ausgeprägten Geruch der Füße. Die Ursachen dieses Geruches sind kaum erforscht. Erst 2013 identifizierten die Forscher mit "SERPINB7" das für diese Erkrankung verantwortliche Gen identifiziert. Experte Kubo Akiharu hat die Hände und die Füße seiner Patienten in Wasser getränkt, wobei die äußerste Schicht der Haut rasch das Wasser aufnahm und weiß wurde.
Die Hypothese des Dermatologen: Diese schlechte wasserabweisende Funktion wird durch eine bakterielle Überwucherung verursacht. Diese Wucherung ist auch für den üblen Geruch verantwortlich, meint er. Das Team hat Bakterien von sieben Haustellen inklusive der Handflächen und Fußsohlen gesammelt und analysiert - sowohl von Betroffenen als auch von gesunden Menschen. Die DNA wurde extrahiert und die 16S-rRNA-Gensequenzen analysiert.
Da jede Art von Bakterien über eine einzigartige rRNA-Gensequenz verfügt, haben die Wissenschaftler bei jeder Probe die Art und Fülle der Bakterien quantifiziert. Die Haut der Füße von NPPK-Patienten verfügt demnach über eine signifikant größere Bakterienhäufigkeit. Dabei handelt es sich vor allem um Staphylococcus epidermidis and Corynebacterium tuberculostearicum. Die Forschungsergebnisse sind im "Journal of Investigative Dermatology" veröffentlicht.
Benzoylperoxid hilft
Die Patienten sind in der Folge mit Benzoylperoxid behandelt worden. Vor allem bei der Reduzierung von C. tuberculostearicum hat sich die Therapie als besonders wirksam gezeigt. Bei S. epidermidis ist jedoch kein signifikanter Rückgang festgestellt worden. Die Behandlung führte auch zu einer Verringerung des Geruchs der Füße.
Den Fachleuten nach ist daher davon auszugehen, dass der Geruch durch eine Wucherung von C. tuberculostearicum verursacht wird. Die Ursache des Fußgeruchs selbst ist damit jedoch noch nicht geklärt. Eine Hypothese weist darauf hin, dass die Isovaleriansäure verantwortlich sein könnte. Dabei handelt es sich um ein geruchserzeugendes Nebenprodukt des Stoffwechsels der beiden Bakterien.
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