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pte20221209004 Bildung/Karriere, Unternehmen/Wirtschaft

Home-Office macht viele Frauen glücklicher

Bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie - Aber Beförderungen werden unwahrscheinlicher


Arbeit im Home-Office: Auch diese kann ganz schön müde machen (Foto: pixabay.com, Tim K. von End)
Arbeit im Home-Office: Auch diese kann ganz schön müde machen (Foto: pixabay.com, Tim K. von End)

Melbourne (pte004/09.12.2022/06:15) -

In Australien sind Frauen, die zu Hause arbeiten können, darüber glücklicher als Männer. Das zeigt die jährliche "HILDA"-Umfrage, geleitet von Mark Wooden von der University of Melbourne. Danach erweisen sich diejenigen, die zwei Tage am Arbeitsplatz und drei Tage zu Hause arbeiten am zufriedensten mit ihrer Arbeitssituation. Bei Müttern, die auf das zwei-/dreitägige Arrangement umstellten, steig die durchschnittliche Arbeitszufriedenheit um 0,9 Punkte auf der Skala von null bis 10, was einer Verbesserung von zwölf Prozent entspricht.

Für Männer weniger wichtig

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Hauptvorteil des Home-Office darin gesehen wird, Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren zu können, was für Männer weniger wichtig ist als für Frauen, die "weiterhin den Großteil der häuslichen Arbeiten schultern", wie es heißt.

Verbesserte Möglichkeiten, von zu Hause aus zu arbeiten, sollten daher zu einer stärkeren Beteiligung von Müttern an bezahlter Arbeit führen. Aber es gibt ein Problem. Arbeitnehmer, die sichtbar an einem Arbeitsplatz anwesend sind, werden eher befördert als diejenigen, die für Kollegen und Vorgesetzte unsichtbar zu Hause arbeiten, meinen die Experten.

Schlechtere Arbeitsfähigkeit

Diejenigen, die ihre Arbeitszeit zu Hause verlängert haben, wurden gefragt, ob ihre Fähigkeit, ihre Arbeit zu erledigen, "viel besser", "etwas besser", "ungefähr gleich", "etwas schlechter" oder "viel schlechter" geworden sei. Der Anteil derjenigen, die negative Auswirkungen auf ihre Arbeitsfähigkeit berichten (42 Prozent), überwiegt den Anteil der Arbeitnehmer, die positive Auswirkungen berichten (24 Prozent), bei weitem.

Allerdings kann die Arbeit von zu Hause aus den Arbeitnehmern eine bessere Kontrolle über ihre Zeit geben, was es einfacher macht, Arbeit und private Verpflichtungen in Einklang zu bringen. Und Heimarbeiter berichten oft von weniger Besprechungen und Unterbrechungen, was bedeutet, dass die Arbeit zu Hause weniger stressig und effektiver sein kann. Auf der anderen Seite kann das Home-Office die Grenzen zwischen Arbeit und Nicht-Arbeitszeit verwischen. Oft verschiebt sich die Arbeitszeit auch hin zu Zeiten, in denen diejenigen, die im Büro arbeiten, längst frei haben.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
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