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pte20250508002 in Leben

Algen bekämpfen bald Lungenentzündungen

Mit Tricks der University of California San Diego überwinden sie Hindernisse, die Feinde abhalten


Getarnte Medikamente auf dem Weg in die Lunge (Illustration: Joseph Wang lab, ucsd.edu)
Getarnte Medikamente auf dem Weg in die Lunge (Illustration: Joseph Wang lab, ucsd.edu)

San Diego (pte002/08.05.2025/06:05)

Forscher der University of California San Diego tricksen das komplexe Bewachungssystem der menschlichen Lunge mit Algen zur gezielten Medikamentengabe aus. Konkret nutzen sie Grünalgen, die zuvor mit Wirkstoffen beladen wurden, etwa mit Antibiotika zur Behandlung von Entzündungen. Diese sind so klein, dass sie die Hindernisse auf dem Weg in die Lunge ungehindert passieren und dank ihrer peitschenartigen Strukturen so bewegungsschnell den Makrophagen entkommen, die das Immunsystem aussendet, um Eindringlinge abzutöten.

Fallen einfach umgangen

Zur optimalen Verabreichung haben die Wissenschaftler die Algen in Aerosole eingeschlossen. Das sind flüssige Partikel, die so klein sind, dass sie in der Luft schweben können. Diese können mit der eingesogenen Atemluft Nase und Luftröhre passieren. Die Fallen auf diesem Weg lassen sich somit einfach umgehen.

Die erste Falle besteht aus feinen Härchen in der Nase, die größere Partikel wie Staub und Pollen herausfiltern. Dann müssen Eindringlinge dem Schleim in den Atemwegen entkommen, der Partikel einfängt, die anschließend von winzigen Härchen herausgefegt werden. Nehmen Partikel auch diese Hürde, werden sie von den Makrophagen erwartet, die Jagd auf sie machen und sie meist abtöten.

Tarnung für Medikamente

Die in Aerosole verpackten, mit Medikamenten beladenen Grünalgen gehen dagegen in keine dieser Fallen. Allerdings könnten die Arzneimittel selbst die Immunabwehr mobilisieren, wie sie als Fremdkörper erkannt werden. Dann würde es gar nichts nützen, wenn die Aerosole alle Hindernisse überwinden.

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