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pte20200827001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Schwarzmalen von Schmerzen reduziert Aktivität

Vor allem ältere Patienten können ihre Lebensqualität durch positive Grundeinstellung steigern


Knie: Chronische Schmerzen belasten (Foto: pixabay.de/Dr. Manuel González Reyes)
Knie: Chronische Schmerzen belasten (Foto: pixabay.de/Dr. Manuel González Reyes)

University Park (pte001/27.08.2020/06:00) - Wie Menschen über ihre (chronischen) Schmerzen denken, hat erhebliche Auswirkungen darauf, ob sie sich ausreichend bewegen oder mehr Zeit sitzend verbringen. Zu dem Schluss kommt eine Studie unter der Leitung der Penn State University http://psu.edu . Wenn Personen mit Kniearthrose ihre Schmerzen mehr als gewöhnlich "schwarzmalten", war es weniger wahrscheinlich, dass sie im Verlauf des Tages körperlich aktiv waren, so ein Ergebnis. Zu diesem Schwarzmalen gehörte ein Gefühl einer übertriebenen Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit, was oft zu einem negativen Dominoeffekt beiträgt. Details wurden in "Pain" publiziert.

Aktiverer Alltag als Ziel

Die Forschungsergebnisse könnten Auswirkungen auf das Schmerzmanagement und das Wohlbefinden älterer Erwachsener haben. Den Experten nach sind sie ein wichtiges therapeutisches Ziel für Interventionen in der Schmerzbehandlung. Für Forschungsleiter Ruixue Zhaoyang hilft eine Verringerung des täglichen Schwarzmalens älteren Patienten, im Alltag aktiver zu sein und weniger Zeit sitzend zu verbringen. "Damit könnten sich ihre chronischen Schmerzen, die körperliche Funktion und die allgemeine Gesundheit verbessern und die Wahrscheinlichkeit eines Krankenhausaufenthalts und langfristig auch die Gesundheitskosten verringern."

Laut den Forschern sind von chronischen oder anhaltenden Schmerzen zwischen 60 und 75 Prozent der älteren US-Amerikaner betroffen. Strategien zum Schmerzmanagement, wie ausreichende körperliche Aktivität, werden daher zum wichtigen Teil des Lebens von vielen Älteren. Zhaoyang nach können Denkmuster wie "der Schmerz ist furchtbar und wird nie besser werden" oder "Ich halte den Schmerz nicht mehr aus" bei älteren Menschen dazu führen, dass sie Bewegung vermeiden, um so auch den Schmerz zu verhindern. Wird Bewegung zu lange vermieden, kann es zu Spiralen von Depressionen und noch schlimmeren Schmerzen führen.

Denken bestimmt Handeln

Für Zhaoyang Kollegin Lynn Martire sind körperliche Aktivitäten eine der wichtigsten Selbstmanagmentstrategien für Patienten mit chronischen Schmerzen. "Viele Schmerzpatienten vermeiden jedoch körperliche Aktivitäten, zu denen sie eigentlich in der Lage wären. Unsere Studie konzentrierte sich auf einen entscheidenden psychologischen Faktor, der erklären könnte, warum Patienten körperliche Aktivitäten trotz ihrer Wichtigkeit für das Schmerzmanagement meiden - und zwar ihr verhängnisvolles Denken über ihren Schmerz."

Für die Studie wurden Daten von 143 älteren Erwachsenen mit Kniearthrose ausgewertet. Die Teilnehmer führten Tagebuch und trugen 22 Tage lang zur Messung der körperlichen Aktivität Beschleunigungsmesser. Jeden Morgen berichteten sie über ihre Schmerzen und der Beschleunigungsmesser sammelte Infos zur Aktivität und dem sitzenden Verhalten. Ergebnis: Am Tagen, an denen Schmerzen stärker als normal schwarzgemalt wurden, bewegten sich die Teilnehmer weniger moderat bis intensiv. Zusätzlich führte das Schwarzmalen am Morgen zu mehr sitzend verbrachter Zeit am gleichen und am folgenden Tag.

(Ende)
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