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pte20200717018 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Grüner Star: Gehirn kompensiert am Anfang

Studie belegt Wichtigkeit von regelmäßigen Untersuchungen


Grüner Star: Früherkennung entscheidend (Foto: BlenderTimer, pixabay.com)
Grüner Star: Früherkennung entscheidend (Foto: BlenderTimer, pixabay.com)

Bradford (pte018/17.07.2020/12:30) - Personen mit Grünem Star im Frühstadium sehen laut einer Studie der University of Bradford https://www.bradford.ac.uk den Kontrast von sichtbaren Objekten auf eine sehr ähnliche Art und Weise wie Menschen, die nicht an dieser Krankheit leiden. Denn das Gehirn kompensiert beim Sehen von Objekten mit alltäglichen Kontrasten die durch das Glaukom verursachten Veränderungen. Das passt dazu, dass Glaukompatienten von nur wenigen frühen Symptomen berichten und sich daher nicht untersuchen lassen, bis die Krankheit bereits weiter fortgeschritten ist.

Kontraste schwerer sichtbar

Ein Glaukom erschwert das Sehen von Kontrast, also der Unterschiede zwischen Abstufungen von hell und dunkel. Es wird für die Augen schwerer, Objekte mit einem geringen Kontrast zu sehen. Bisher war jedoch nicht erforscht, ob dieser Verlust der Kontrastempfindlichkeit bedeutet, dass Betroffene sichtbare Objekte anders sehen als gesunde Menschen. Die Forscher haben jetzt nachgewiesen, dass Glaukom-Patienten den wahrnehmbaren Kontrast trotz des messbaren Verlustes an Sehkraft so sehen wie gesunde Menschen.

Für die Studie wurden bei 20 Teilnehmern mit leichtem oder mittelschwerem Grünen Star die Erkrankung bestätigt und die Bereiche ihres peripheren Sehverlustes aufgezeichnet. Sie wurden dann ersucht, auf einen Bildschirm mit gemusterten Flecken zu reagieren. Daraufhin wurden die Einstellungen so lange angepasst, bis die eingeschränkten Sehbereiche der Probanden so hell oder dunkel waren wie ein gemusterter Flecken im Mittelpunkt. Mittels eines Eye Trackers wurde sichergestellt, dass, bevor der zentrale Flecken sichtbar wurde, jeder Patient auf die richtige Stelle sah. Bei einer Kontrollgruppe mit gesunden Personen wurde der gleiche Test durchgeführt.

Gehirn kompensiert

Die Glaukom-Patienten sahen das Bild nicht blasser oder "ausgegraut". Stattdessen sahen sie es genauso wie Menschen mit einem gesunden Sehvermögen. Diese Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Gehirne von Glaukom-Patienten in frühen Stadien den Schaden am Sehnerv kompensieren. Laut dem leitenden Wissenschaftler der Studie, Jonathan Denniss, unterstrichen die in "Investigative Ophthalmology & Visual Science" veröffentlichten Forschungsergebnisse, warum es so wichtig ist, dass die Augen regelmäßig untersucht werden, damit ein Glaukom erkannt werden kann, bevor es zu einer Schädigung kommt.

Der Grüne Star ist schließlich eine verbreitete Augenerkrankung. Allein in Großbritannien sind eine halbe Mio. Menschen betroffen. Es kommt zu einer Schädigung des Sehnervs, der das Auge mit dem Gehirn verbindet. Die Krankheit schreitet über viele Jahre langsam fort. Zuerst kommt es zu einer Beeinträchtigung peripheren Sehens. Wird die Krankheit nicht behandelt, führt ein Glaukom zu einem permanenten Verlust der Sehkraft.

(Ende)
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