Leben

HIGHTECH

24.05.2019 - 13:36 | pressetext.redaktion
24.05.2019 - 10:50 | ESET Deutschland GmbH
24.05.2019 - 10:00 | results & relations Gesellschaft für Kommunikation GmbH

LEBEN

25.05.2019 - 11:00 | ARTBOX GROUPS GmbH
25.05.2019 - 09:45 | pressetext.redaktion
24.05.2019 - 14:35 | results & relations Gesellschaft für Kommunikation GmbH

Mediabox

pte20190321010 Medizin/Wellness, Medien/Kommunikation

Herzinsuffizienz: Mehr Teamwork gefordert

Frühdiagnose wichtig - Patienten sollten zudem selbst mehr Informationen einholen


Wien (pte010/21.03.2019/12:30) - "Um Herzinsuffizienz entgegenzuwirken, müssen sich Mediziner als Mitkämpfer in einem Team sehen und sich einem größerem Ganzen unterordnen. Sie dürfen nicht nur die eigene Profession als das Wichtigste sehen." Zu dem Schluss kommt Gerald Bachinger, Leiter der Niederösterreichischen Patienten- und Pflegeanwaltschaft http://patientenanwalt.com , im Zuge einer Expertenrunde über die Behandlung von Herzinsuffizienz am Donnerstag in Wien.

Der Fachmann fordert auch mehr Zusammenarbeit mit den Patienten: "Der Patient muss der Koproduzent seiner Gesundheit sein. Momentan wissen wir aus Patientenbefragungen, dass diese oft nicht wissen, was Herzinsuffizienz bedeutet und ihre Symptome für Alltagserscheinungen halten. Deswegen müssen sie ausreichend informiert werden, sodass sie die Erkrankung sowie Zeichen drohender Verschlechterung und das Verhalten im Notfall kennen. So reduzieren Patienten selbst das Risiko, indem sie beispielsweise das Rauchen einschränken oder aufgeben."

Jeder Zweite stirbt in fünf Jahren

Laut Martin Hülsmann, Leiter der Spezialambulanz Herzinsuffizienz am AKH Wien http://akhwien.at , ist Herzinsuffizienz die Endstrecke aller kardialen Erkrankungen: "Davon spricht man, sobald das Herz den Körper nicht mehr ausreichend versorgen kann. Momentan liegt die Sterblichkeitsrate herzkranker Patienten bei 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren."

Hülsmann zufolge wird Herzinsuffizienz meist erst in einem späten Stadium erkannt. Sie beginnt oft mit anderen Erkrankungen, wie Hypertonie, Diabetes oder Herzinfarkt, neben denen sie übersehen wird. Auch Niereninsuffizienz sei eine Ursache, weswegen Herzinsuffizienz viele verschiedene medizinische Bereiche betreffe. Die Früherkennung sei essenziell, man könne sie durch Bluttests feststellen. Bei einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz müssten unterschiedliche Bereiche vernetzt arbeiten. Es brauche hier eine Ausbildung, um eine Subspezialisierung für Herzinsuffizienz in allen involvierten Bereichen zu schaffen.

"Es muss mehr Kommunikation zwischen medizinischen Teilbereichen geben. Hier muss vor allem auf E-Learning gesetzt werden. Es macht einen Unterschied, ob man für Patientendaten Kollegen anrufen muss oder bereits in elektronischer Form Zugang dazu hat. Aber auch die Patienten muss man aufklären, sie müssen früh zur Untersuchung kommen. Der Patient muss Herr über seine Krankheit sein, kein Gefangener. Es geht nicht um Überwachung, sondern darum, in Zusammenarbeit mit dem Patienten ein Umfeld zu schaffen, in dem das Herz entlastet wird. Dadurch kann die Restfunktion ausreichen, um den Körper zu versorgen", meint Hülsmann gegenüber pressetext.

Krankenhausaufenthalte reduzieren

Gerhard Pölzl, Professor an der MedUni Innsbruck http://i-med.ac.at und medizinischer Leiter des Netzwerks HerzMobil Tirol, sieht bereits viele wissenschaftliche Fortschritte bei der Behandlung von Herzinsuffizienz, die jedoch oft nicht beim Patienten ankommen. Es gebe viele Versorgungsebenen, zwischen deren Schnittstellen Lücken bestehen. HerzMobil Tirol soll die Schnittstelle zwischen Hospital und Nachbehandlung überbrücken. Dafür benutzt das Netzwerk einen telemedizinischen Ansatz.

Pölzl erklärt: "Die ersten drei Monate nach der Behandlung von Herzinfarkten sind am problematischsten. Die Patienten müssen ihre Krankheit und die Wichtigkeit ihrer Medikamente verstehen. Bei HerzMobil Tirol werden Patienten beraten und bekommen danach eine Waage, um ihr Gewicht zu kontrollieren, ein Blutdruckmessgerät und ein spezielles Handy. Damit können sie ihre selbst erhobenen Daten direkt auf die Server von 'tirol kliniken' übertragen. Wenn vorher definierte Grenzwerte über- oder unterschritten werden, wird ein Alarm ausgelöst. Der Patient kann auch seine Befindlichkeit angeben. Es gibt hierfür zwar Kosten, aber Krankenhausaufenthalte sind der teuerste Aspekt der Behandlung. Wenn man diese reduziert, spart man Geld."

Fotos zum Pressegespräch stehen unter http://fotodienst.pressetext.com/album/3701 kostenlos als Download zur Verfügung.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Georg Haas
Tel.: +43-1-81140-306
E-Mail: haas@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.215 Abonnenten
|
171.573 Meldungen
|
68.632 Pressefotos

IR-NEWS

26.05.2019 - 16:51 | Nexus AG
24.05.2019 - 16:23 | Kremlin AG
24.05.2019 - 13:20 | Schumag Aktiengesellschaft
Top