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pte20180417001 Medizin/Wellness, Unternehmen/Wirtschaft

Keime in Speisen: Lokale unterschätzen Kosten

Ausgaben für Prävention im Vorfeld sind deutlich geringer als Folgen


Gedeckte Tafel: Kranke Kunden kosten Geld (Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)
Gedeckte Tafel: Kranke Kunden kosten Geld (Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)

Baltimore (pte001/17.04.2018/06:00) - Ein Ausbruch lebensmittelbedingter Erkrankungen kann ein Restaurant Millionen kosten, wie Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health http://jhsph.edu errechnet haben. Die Gefährdung der jährlichen Gewinne ist dabei deutlich größer als die Kosten für die Prävention. Die Folgen sind Umsatzeinbußen, Strafen, Rechtsstreitigkeiten, Anwaltskosten, Versicherungsprämien, Inspektionskosten und eine erneute Schulung des Personals.

4.000 bis 1,9 Mio. Dollar

Die in "Public Health Reports" veröffentlichten Ergebnisse basieren auf Computersimulationen. Diese legen nahe, dass der Ausbruch einer lebensmittelbedingten Erkrankung große und nachhaltige Auswirkungen haben kann. Die Größe des Restaurants und des Ausbruchs spielen dabei keine Rolle. Laut dem Modell kann der Schaden für ein Fastfood-Restaurant von 4.000 Dollar (rund 3.250 Euro) bis zu 1,9 Mio. Dollar reichen. Im ersten Fall erkranken nur fünf Personen. Es entstehen keine Kosten durch Umsatzverluste, Anwaltskosten oder Strafen. Im zweiten Fall erkranken 250 Personen und die Folgen sind umfassend.

Für die Studie haben die Forscher eine Simulation für einen einzelnen Ausbruch eines Krankheitserregers in einem Restaurant durchgeführt. Die Ergebnisse wurden unter verschiedenen Parametern, wie der Größe des Ausbruchs oder dem Krankheitserreger, für vier Arten von Restaurants - von Fastfood bis zur gehobenen Küche - ausgewertet. Das Modell lieferte Schätzungen der Kosten für 15 Krankheitsserreger, die laut den Centers for Disease Control and Prevention zwischen 2010 und 2015 Ausbrüche verursacht hatten. Dazu gehörten Listerien, das Norovirus, Hepatitis A, E. Coli und Salmonellen. Zusätzlich wurden verschiedene Szenarien zur Größe des Ausbruchs durchgespielt.

Folgen werden unterschätzt

Laut Bruce Y. Lee sind sich viele Restaurants der Folgen auch nur eines einzelnen Ausbruchs nicht bewusst. Das Investieren in Prävention könne eine Investition zur Vermeidung der hohen Kosten sein. Laut der National Restaurant Association kostet ein Online-Kurs für Mitarbeiter nur 15 Dollar. Wird einem Mitarbeiter nicht genug Zeit eingeräumt, sich von einer Krankheit zu erholen, kann das ebenfalls zu erheblichen Kosten führen. Je nach Art des Restaurants kann eine Woche Arbeitsentfall pro Mitarbeiter zwischen 78 Dollar und 3.451 Dollar kosten.

Ein einzelner Ausbruch von Noroviren könnte bei einem Mittelklasse-Restaurant Kosten in der Höhe von 2,2 Mio. Dollar verursachen. Dieser Betrag übersteigt bei weitem die Kosten, die anfallen, wenn sich ein kranker Mitarbeiter vollständig auskuriert. Laut Forschungsleiterin Sarah M. Bartsch kann bereits ein kleiner Ausbruch, bei dem fünf bis zehn Personen betroffen sind, große Auswirkungen auf ein Restaurant haben. "Zahlreiche Präventionsmaßnahmen können ganz einfach sein, wie eine Schulung zur Lebensmittelsicherheit für alle Mitarbeiter und ein bewusster Umgang mit krankheitsbedingten Ausfällen beim Personal."

Laut der National Restaurant Association gehen die US-Amerikaner rund fünf Mal pro Woche essen. Schätzungen der Centers for Disease Control and Prevention gehen davon aus, dass rund 48 Mio. Menschen pro Jahr erkranken. 128.000 werden ins Krankenhaus eingeliefert. 3.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen von lebensmittelbedingten Erkrankungen, die häufig als Lebensmittelvergiftung bezeichnet werden.

(Ende)
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