Künstliches Blatt soll die Chemie grün machen
Umweltneutrale Lösung von Experten der University of Cambridge nutzt CO2 und Sonnenlicht
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Künstliches Blatt: Diese Erfindung soll die Welt nachhaltiger machen (Foto: Celine Yeung, cam.ac.uk)
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Cambridge (pte010/13.10.2025/11:30)
Forscher der University of Cambridge haben eine umweltverträgliche Methode zur Herstellung von Chemikalien vorgestellt - Basis für Tausende von Produkten wie Kunststoffen, Kosmetika und Co. Ihr Hybridgerät kombiniert lichtabsorbierende Polymere mit bakteriellen Enzymen, um Sonnenlicht, Wasser und CO2 in Formiat umzuwandeln. Dieser chemische Rohstoff lässt sich auch als Brennstoff nutzen.
Giftfreie Photosynthese
Das halbkünstliche Blatt ahmt die Photosynthese nach. Mit diesem Prozess wandeln Pflanzen Sonnenlicht in Energie um. Eine externe Energiequelle entfällt. Im Gegensatz zu früheren Prototypen, die oft auf giftige oder instabile Lichtabsorber angewiesen waren, verzichtet das neue Biohybrid-Design auf giftige Halbleiter, hat eine längere Lebensdauer und kann ohne zusätzliche Chemikalien betrieben werden, die zuvor die Effizienz beeinträchtigten.
In Tests haben die Forscher Sonnenlicht genutzt, um CO2 in Formiat umzuwandeln. Sie setzen es dann direkt ein, um eine wichtige Verbindung herzustellen, die in Arzneimitteln verwendet wird, und das mit hoher Ausbeute und Reinheit. Die chemische Industrie ist von zentraler Bedeutung für die Weltwirtschaft und stellt Produkte von Arzneimitteln und Düngemitteln bis hin zu Kunststoffen, Farben, Elektronik, Reinigungsmitteln und Kosmetika her.
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