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Mo, 17.07.2017 06:10
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pte20170717003 Forschung/Technologie, Bauen/Wohnen

Niederländer testen schwimmende Mega-Insel

Bis zu fünf Kilometer Breite soll Platz für die Zukunft schaffen
Modellversuch: Große Idee wird zuerst im Kleinen getestet (Foto: marin.nl)
Modellversuch: Große Idee wird zuerst im Kleinen getestet (Foto: marin.nl)

Wageningen (pte003/17.07.2017/06:10) - Das niederländische Meeeresforschungsinstitut MARIN http://marin.nl hat ein Konzept für schwimmende Mega-Inseln getestet. Diese bestehen aus 87 großen dreieckigen Elementen, die flexibel miteinander verbunden sind. Was derzeit mit Simulationen und Maßstabstest erprobt wird, könnte in Zukunft mehr Platz für Energiegewinnung, Frachtabwicklung, Nahrungsmittelproduktion oder auch einfach Lebensraum schaffen. Die Inseln sollen bis zu fünf Kilometer breit sein.

Zukunft auf dem Wasser

Die Niederlande haben eine lange Tradition, dem Meer mithilfe von Deichen und durch Aufschütten Land abzuringen. Doch angesichts eines steigenden Meeresspiegels wird dieser Ansatz immer unpraktikabler, Platz für eine wachsende Bevölkerung zu schaffen. "Eine innovative Alternative, die zur niederländischen Seefahrttradition passt, sind schwimmende Häfen und Städte", sagt Olaf Waals, Projektmanager und Entwickler des neuen Konzepts. Korrekt gestaltete schwimmende Inseln sollten auf dem blauen Planeten letztlich zukunftssicher sein.

Freilich gibt es gewaltige technische Hürden auf dem Weg zu schwimmenden Städten. Daher testen die MARIN-Forscher das Konzept mittels Computersimulationen und ein einem 40 mal 40 Meter großen Offshore-Becken, in dem ein Maßstabsmodell Wind- und Wellengang sowie Strömungen ausgesetzt wird. Das soll beispielsweise klären, wie eine schwimmende Megastruktur gestaltet werden muss, um Wetter und Meeresströmungen zu widerstehen. Ebenso forscht das Team daran, wie die Verankerung schwimmender Inseln miteinander und mit dem Meeresboden gestaltet werden muss. Auch die Logistik für Aufbau und weitere Versorgung ist ein Thema.

Viele Fragen, viel Potenzial

Aus ökologischer Sicht ist zu klären, wie sich große schwimmende Inseln auf das Meer darunter und in der Umgebung auswirken. Für die langfristige Nutzung stellt sich die Frage, wie eine möglichst geschlossene Wasser- und Energieversorgung gesichert werden kann und wie sinnvoll mit Rohstoffen und Abfall umzugehen ist.

Die Fläche der schwimmenden Mega-Inseln selbst könnte laut MARIN vielfältig genutzt werden. Denkbar sei beispielsweise die Gewinnung von Ökostrom aus Wind-, Wellen- oder Gezeitenkraft oder auch mittels Solaranlagen. Schwimmende Inseln könnten sich auch für die Nahrungsmittelgewinnung speziell aus Algen oder durch Fischzucht und -fang anbieten. In infrastrukturschwachen Küstenregionen wiederum wären schwimmende Frachtterminals denkbar. Eine schwimmende Stadt könnte aber auch Wohnraum und Freizeiteinrichtungen nahe am Wasser schaffen.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
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