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Do, 03.05.2012 06:00
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pte20120503001 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Klimaschutz erfordert Schrumpfen oder Wandel

Wirtschaft wichtigster Faktor für Veränderung der CO2-Konzentration
Fabriksschlot: Klima von Produktion und Konsum abhängig (Foto: Flickr/CECAR)
Fabriksschlot: Klima von Produktion und Konsum abhängig (Foto: Flickr/CECAR)

Valladolid/Chicago (pte001/03.05.2012/06:00) - Das Wirtschaftswachstum bremsen oder die Wirtschaft gleich völlig neu regeln: So lauten die beiden Optionen, die der Menschheit zur Bewältigung des Klimawandels zur Verfügung stehen. Denn die Wirtschaft hat den größten Einfluss auf Veränderungen der Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre, berichten US-amerikanische und spanische Ökonomen in der Zeitschrift "Environmental Science and Policy".

Konzentration statt Ausstöße

Die Forscher verglichen die CO2-Konzentration der Atmosphäre seit 1958 mit vier Faktoren, die auf kurzfristige Schwankungen dieses Klimagases Einfluss haben: Vulkanausbrüche, das El-Niño-Phänomen, die Weltbevölkerung sowie die Weltwirtschaft. "Erstmals waren dazu nicht Schätzungen zu CO2-Ausstößen die Grundlage, sondern Messungen der tatsächlichen CO2-Konzentration. Somit ist bereits abgezogen, was die Erde selbst absorbiert", erklärt Studienautor Óscar Carpintero von der Universität Valladolid http://uva.es im pressetext-Interview.

Haupttäter Wirtschaft

Die Wirtschaftsleistung bestimmt die jährlichen CO2-Veränderungen deutlich stärker als alle anderen Faktoren, so das Ergebnis. Für jede Billion Dollar, die das weltweite BIP über dem zu erwartenden Jahreswert lag, stiegen die CO2-Konzentrationen um ein halbes Teil einer Million (parts per million, ppm). Betrug dieser Wert in der vorindustriellen Ära noch zwischen 200 und 300 ppm, liegt er derzeit bei rund 390 ppm. Als sicherer Maximalwert für ein stabiles Klima gilt 300 ppm.

Die Natur kann für die Erklärung kurzfristiger CO2-Veränderungen hingegen vernachlässigt werden, zeigen die Forscher, und selbiges gilt für die Bevölkerungsentwicklung. "Eindeutig stehen CO2-Ausstöße mit Konsum und Produktion in Zusammenhang, nicht mit der Geburtenzahl. Jeder Mensch in geburtenarmen Ländern wie Deutschland verursacht fünfmal mehr Emissionen als Boomländer wie Nigeria", berichtet Carpintero. Schon 2009 haben englische Forscher gezeigt, dass jeglicher Zusammenhang der Bevölkerungsentwicklung mit dem Klimawandel unhaltbar ist (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20090929001 ).

Mehr Steuern auf CO2

Folgt man den Ergebnissen, ist die Wirtschaft enorm in die Pflicht zu nehmen. Deren Schrumpfen im Ausmaß einer großen Krise ist nötig, um das Klimaproblem zu meistern, sagt der spanische Ökonom. "Als Alternative bleibt nur die Neugestaltung - besonders der Energieversorgung, des Verkehrs und auch der Landwirtschaft. Wegweisende Signale sind wichtig, damit Schwellenländer nicht die gleichen Fehler wie Industrieländer machen." Am leichtesten sei dies durch die Besteuerung aller CO2-produzierenden Tätigkeiten zu erreichen, deren Einnahmen Anreize zur Emissionsreduktion finanzieren, empfehlen die Forscher.

Link zur Studie unter http://bit.ly/JAMqvt

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Johannes Pernsteiner
Tel.: +43-1-81140-306
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
pressetext.redaktion
   
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