Neue CEOs dürfen zögern, aber nicht zu lange
Marktbeobachter könnten laut neuer Untersuchung sonst zu negativen Bewertungen kommen
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Überlegen: Neue CEOs müssen bei Informationen die Balance finden (Bild: Mirko Grisendi, pixabay.com) |
Notre Dame/Lincoln/Arlington (pte003/23.01.2026/06:10)
Laut einer neuen Untersuchung von Forschern der University of Notre Dame sollten neue Chefs von Unternehmen vorerst eher behutsam an der Firmenstrategie feilen - auch wenn der Druck und die Erwartungshaltung von Finanzanalysten und Anlegern hoch sind. Sich jedoch zu viel Zeit dabei zu lassen, ist laut den Wissenschaftlern ebenfalls suboptimal.
Situation entscheidend
Laut Studienautor John Busenbark und seinen Kollegen Robert Campbell von der University of Nebraska-Lincoln und Diego Villalpando von der University of Texas at Arlington sollten Manager bei einem relativ routinemäßigen CEO-Wechsel die Infos lieber früher als später anfordern, um sich ein besseres Bild von den Aussichten des Unternehmens zu machen.
Werde der CEO jedoch in einer turbulenten Phase ernannt - etwa, weil der Vorgänger entlassen worden ist - oder verfüge dieser nur über begrenzte Kenntnisse der Unternehmensstruktur, schätzeen es Analysten, wenn sich der CEO etwas mehr Zeit nehme, um sich in seine Rolle einzufinden und zu zeigen, dass er die Anforderungen versteht.
Im Schnitt nur 35 Tage
"Nach dieser Zeitspanne - durchschnittlich etwa 35 Tage - reagieren Analysten zunehmend ablehnend auf weitere Verzögerungen", so Busenbark. Dennoch würden die meisten neuen CEOs mehr als 200 Tage warten, bevor sie ihre Strategie bekanntgeben, was aus Sicht wichtiger Kapitalmarktinformationsvermittler wie Finanzanalysten weit über das zumutbare Maß hinausgeht, heißt es.
Die Forscher haben Daten aus einer Liste von Ernennungen neuer CEOs zwischen 2005 und 2019, Ankündigungen strategischer Maßnahmen aus verschiedenen Wirtschaftsnachrichtenagenturen und Reaktionen von Finanzanalysten aus akademischen Datenbanken gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet.
"Wir haben sogar Tausende von Transkripten von Gewinnbekanntgaben nach Geschichten durchforstet und festgestellt, dass Analysten in der Regel begierig nach Hinweisen auf die Pläne des neuen CEO sind", erläutert Busenbark. Zu langes Warten wirke beunruhigend und führe zu schlechteren Bewertungen.
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