pte20121114030 in Business

CSR: Experten warnen vor Alibi-Handlungen

Richtige Strategie eröffnet neue Marktchancen


Wien (pte030/14.11.2012/13:40) "Wenn Unternehmen die Gewinnabsicht, soziale Verantwortung und auch Ökologie gut kombinieren, dann sind sie nahe am Modell von Corporate Social Responsibility (CSR) dran", betonte Andreas Schneider, Geschäftsführer European Sustainable Entrepreneurship Awards http://se-award.org , im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Webster University Vienna http://www.webster.ac.at . CSR galt schon als etabliert, müsse laut Schneider aber wieder propagiert werden, denn zu viele Firmen hätten in den letzten Jahren versucht, durch Alibi-Handlungen auf dieser Erfolgswelle mit zu schwimmen.

Glaubwürdigkeit gefragt

Der Bogen von CSR-Aktivitäten reicht für Andreas Schneider vom Einbeziehen sämtlicher Stakeholder bis hin zum Diversity Management. Vor einem bloßen "clean washing" sollten sich Firmen aber hüten. "CSR ist kein Add-On, sondern Teil der DNA eines Unternehmens, in die alle involviert sein müssen", betont der einschlägige Buchautor. Am Ende des CSR-Konzeptes seien jedenfalls immer ein Geschäftsfall wie auch soziale Aspekte zu bewältigen. Als alljährlicher "sea"-Preisverleiher hält Schneider die mitunter vielfältigen CSR-Maßnahmen auch für durchaus bewertbar.

Für Thomas Lutz, Pressesprecher von Microsoft Österreich http://microsoft.com , steigt mit den Gewinnen eines Unternehmens auch dessen soziale Verantwortung. Zwecks Glaubwürdigkeit müsse eine CSR-Strategie dann maßgeschneidert an die Firmenphilosophie angelehnt sein. So könnte der Software-Riese nach Meinung von Lutz auch Teddybären an Kinder verschenken, investiere aber - in der Wissensgesellschaft - lieber in deren Weiterbildung. CSR übersteige typisches Marketing, nützt aber sehr wohl dessen Werkzeuge. Dabei gelte es, nicht in Quartalen, sondern Jahren zu denken, wobei letztlich sogar eine ganze Branche profitieren könnte.

CSR verbindet Welten

Dorothea Wipplinger, CSR-Managerin von Borealis Österreich http://www.borealisgroup.com , sieht Corporate Social Responsibility von Verantwortung und Respekt beseelt, aber auch im Dilemma zwischen Unternehmensgewinnen und gesellschaftlichem Mehrwert stehen. Wenn CSR-Projekte diese beiden Welten verbinden, so Wipplinger, dann tun sich auch häufig neue Marktchancen auf. "Das ist ein ganz anderer Ansatz von Business", unterstreicht die CSR-Managerin.

Für Claudia Handl, Pressesprecherin von Pfizer Österreich http://pfizer.at , ist CSR mehr als nur Sponsoring und stoße auch bei Bewerbern auf immer größeres Interesse. "Man muss als Unternehmen auch zeigen, dass man Gutes tut." Für eine gelungene CSR-Strategie hält Handl beispielsweise längerfristige Kooperationen für essenziell, aber auch firmeninterne HR-Maßnahmen für wichtig. Deren Erfolg sei ihrer Ansicht schwer quantifizierbar, lasse sich aber am Interesse aller Beteiligten sehr gut ablesen.

(Ende)
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