Computerprogramm sagt Zelltod voraus
Risiko eines Gehirnschadens nach Schlaganfall einschätzbar
Massachusetts (pte037/06.04.2001/14:09) Ein Computerprogramm, das den möglichen Zelltod aufgrund eines Schlaganfalls vorhersagt, könnte die Forschung nach neuen Medikamenten beschleunigen. Die Software kombiniert rasch neue Bildtypen der so genannten Magnetresonanz-Bildgebung (MRI) zu einer Gehirnansicht. Damit kann das Risiko eines Gehirnschadens mit hoher Genauigkeit bestimmt werden, wie das Journal of the American Heart Association Stroke http://stroke.ahajournals.org berichtet.
Das Computerprogramm zerteilt die MRI-Bilder in kleine Würfel von 2,6 mm Durchmesser. In jedem dieser Würfel werden zwei Informationsstücke vermessen. Davon gibt ein Teil Auskunft, ob der Blutfluss in diesem Gefäßbereich blockiert ist. Der andere stellt fest, ob das Gehirngewebe aktiv oder bereits abgestorben ist. Die Daten ermöglichen eine prozentuelle Schätzung, ob ein Gehirnareal ohne Behandlung abstirbt. Dadurch kann der Arzt feststellen, inwieweit Gewebe noch gerettet und behandelt werden kann.
"Bisher dauerte es 20 bis 30 Minuten, um sich mit Hilfe sämtlicher MRI-Daten ein Bild verschaffen zu können. In der Behandlung von Schlaganfällen ist aber jede Minute für die Einschränkung permanenter Gehirnschäden wichtig", erklärte Gregory Sorensen, Radiologe an der Harvard Medical School http://www.hms.harvard.edu .
Derzeit nutzen Forscher die Computertomographie (CT), bei der Röntgenstrahlen Gehirnbilder erzeugen. So kann festgestellt werden, ob der Schlaganfall von einer blutenden Stelle oder einem zerrissenen Blutgefäß herrührt. Verläuft das CT-Bild für diese so genannten hämorrhagischen Schlaganfälle negativ, handelt es sich um eine Blockierung der Blutgefäße. Mit Hilfe von Plasminogen-Aktivatoren können die Gerinnsel wieder gelöst werden. Diese Medikamente werden aber nur für eine Einnahme innerhalb der ersten drei Stunden des Schlaganfalls empfohlen.
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