pte20260213003 in Forschung

Lehrer kämpfen mit Fake News aus Social Web

Umfrage unter 503 Eltern und 505 Pädagogen - Für Korrekturen geht viel Unterrichtszeit drauf


Lehrer: Sie müssen Fake News aus sozialen Medien korrigieren (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)
Lehrer: Sie müssen Fake News aus sozialen Medien korrigieren (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Chicago (pte003/13.02.2026/06:10)

Zwei Drittel der Lehrer verbringen einen Teil ihrer Unterrichtszeit damit, Fake News zu korrigieren, die ihre Schüler in den sozialen Medien oder anderen Online-Quellen aufgeschnappt haben. Das geht aus einer Umfrage der US-Online-News-Plattform "The Center Square" hervor.

Umstrittenes Social Web

Die vom Online-Bildungsanbieter K12 durchgeführte Umfrage umfasst Antworten von 503 Eltern und 505 Lehrern aus dem primären und sekundären Bildungssystem. Sie sollte untersuchen, wie digitale Inhalte und Plattformen das Lernen der Schüler und den Unterricht beeinflussen.

Laut der Erhebung verbringen Schüler über 260 Stunden pro Jahr damit, sich Bildungsinhalte auf YouTube oder anderen Plattformen anzusehen. 73 Prozent der Eltern sagen, dass ihre Kinder sich online Bildungsvideos ansehen, und 89 Prozent geben an, dass sich die Noten ihrer Kinder dadurch verbessert hätten. 57 Prozent der Lehrer sehen das nicht so einseitig. Solche Videos könnten das Lernen der Schüler sowohl fördern als auch beeinträchtigen.

Lehrer unter Druck gesetzt

Der Online-Einfluss bleibt stark. 37 Prozent der Lehrer haben mitgeteilt, dass sie sich unter Druck gesetzt fühlen, ihren Unterrichtsstil an den von Online-Präsentationen anzupassen, um das Interesse der Schüler aufrechtzuerhalten. Sogar 65 Prozent meinen, dass sie TikTok- oder YouTube-Inhalte in ihren Unterricht integriert haben.

Die Umfrage hat auch ergeben, dass der Einfluss von Online-Plattformen die Zukunftswünsche der Schüler prägt. 37 Prozent der Eltern sagen, ihre Kinder hätten Interesse daran bekundet, Bildungsinhalte auf Plattformen wie YouTube oder TikTok zu erstellen. Ungeachtet des teilweise positiven Einflusses von Online-Inhalten wird in immer mehr Schulen die Nutzung von Smartphones und ähnlichen Geräten verboten. Schüler sehen das erwartungsgemäß kritisch, wie pressetext berichtete.

In den USA ist es in Sachen Handy-Verbot an Schulen mit 76 Prozent schon eine satte Mehrheit. In Europa haben die Niederlande, Frankreich, Ungarn, Griechenland, Italien, Österreich, Finnland und einige Schweizer Kantone bereits landesweite oder teilweise Verbote an Bildungseinrichtungen eingeführt. In Deutschland gibt es kein nationales Gesetz, aber regionale Regelungen.

(Ende)
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