pte20260213002 in Forschung

Mikroben werden bald Bergleute der Zukunft

Erfolgreiche Experimente an Bord der ISS - "Biomining" soll im All künftig den Bagger ersetzen


Mars: Wertstoffgewinnung auf anderen Planeten durch Mikroben (KI-Bild: Mollyroselee, pixabay.com)
Mars: Wertstoffgewinnung auf anderen Planeten durch Mikroben (KI-Bild: Mollyroselee, pixabay.com)

Edinburgh/IIhaca (pte002/13.02.2026/06:05)

Forscher der Cornell University und der University of Edinburgh wollen bestimmte Mikroben in der Schwerelosigkeit Platin aus einem Meteoriten extrahieren lassen. Dazu haben sie ein Experiment an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) durchgeführt. Das Projekt "BioAsteroid"-Projekt unter der Leitung von Charles Cockell aus Edinburgh hat das Bakterium Sphingomonas desiccabilis und den Pilz Penicillium simplicissimum genutzt.

Optimale Schwerelosigkeit

Die Mikroben sind dafür bekannt, dass sie sich zum "Biomining" auf der Erde einsetzen lassen, also zum biologischen Bergbau. Sie produzieren Carbonsäuren, Kohlenstoffverbindungen, die sich an Mineralien anlagern und deren Freisetzung anregen. Ob und dass ihnen das auch in der Schwerelosigkeit gelingt, war vor den Versuchen an Bord der ISS allerdings offen.

Es hat sich im Rahmen der wissenschaftlichen Experimente in der Schwerelosigkeit gezeigt, dass die Mikroorganismen im Weltall sogar besser arbeiteten als auf der Erde. Vor allem die eingesetzten Pilze produzieren mehr Carbonsäuren, was die Gewinnung von Palladium sowie Platin und anderen Elementen verstärkt.

Nutzbar für irdische Zwecke

Die Ergebnisse der Versuche an Bord der ISS könnten auch Vorteile für irdische Anwendungen mit sich bringen, sind sich die Wissenschaftler sicher. Mithilfe von Biomining, das im Weltraum optimiert worden ist, könnten fein verteilte Wertstoffe in der Natur oder in Bergbauabfällen, die mit üblichen Mitteln nicht zu gewinnen sind, gesammelt werden, heißt es abschließend.

(Ende)
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