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pte20210616001 Produkte/Innovationen

Kompletter Hering wird zum Lebensmittel

Tauchverfahren der Chalmers University of Technology verwandelt Abfälle in Wertstoffe


Heringe: Neues Verfahren für Verwertung (Fotos: pixabay.com, deean)
Heringe: Neues Verfahren für Verwertung (Fotos: pixabay.com, deean)

Göteborg (pte001/16.06.2021/06:00) - Statt wie bisher nur 50 Prozent lassen sich künftig nahezu 100 Prozent von Heringen als Lebensmittel verwenden. Möglich wird dies durch ein einfaches Verfahren von Forschern der Technischen Universität Chalmers http://chalmers.se/en . Gräten, Haut und andere vermeintliche Abfälle sind reich an Eiweißen und Omega-3-Fettsäuren, also viel zu schade, um im Abfall zu landen.

Wertstoffgewinnung 2.0

Die Gewinnung der Wertstoffe ist oft jedoch unmöglich, weil die Fettsäuren durch den Luftsauerstoff schnell abgebaut werden. Gräten und Co nehmen dann einen unangenehmen Geruch an, der eine Weiterverarbeitung unmöglich macht, zumal die Fettsäuren nicht mehr vorhanden sind. Wenn man den vermeintlichen Abfall, solange er noch frisch ist, in eine Lösung mit Inhaltsstoffen wie Rosmarinextrakt und Zitronensäure taucht, wird er durch einen hauchdünnen Film aus den Wirkstoffen in der Lösung vor der Oxidation geschützt.

Bei einer Umgebungstemperatur von 20 Grad Celsius hielt die Schutzwirkung das Biomaterial 3,5 Tage lang frisch - ohne war es nach wenigen Stunden nicht mehr zu gebrauchen. Bei einer Temperatur von null Grad verlängerte sie sich auf elf Tage. "Damit haben die Weiterverarbeiter ein großes Zeitfenster", sagt Forschungsleiterin Ingrid Undeland. "Die Tauchlösung überzieht die Oberfläche des Biomaterials mit einer dünnen Schicht Antioxidantien, die in die nächste Prozessstufe übertragen werden. So liefern sie mehr hochwertige Hackfleisch-, Protein- oder Ölbestandteile."

Grundlage für Fleischersatz

Um zu ermitteln, wie lange die Konservierungslösung hält, haben die Forscher sie immer wieder eingesetzt, ohne neue Inhaltsstoffe hinzuzufügen. Nach zehnmaligem Gebrauch war sie noch so effektiv wie am Anfang. Aus den Resten der Heringsfilettierung lassen sich Fischfrikadellen, Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren und reine Proteine herstellen, die oft als Zusatz für Lebensmittel sowie Tierfutter verwendet werden. Aus Proteinen lässt sich auch Fleischersatz herstellen, der ähnlich wie das Original schmeckt, den Körper aber weniger belastet.

(Ende)
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