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pte20190521001 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Kollagen bestimmt Elastizität von Körpergewebe

Früherkennung von Krebs und Herstellung von künstlichem Ersatz als Visionen der Forschung


Gewebe: Kollagen für Elastizität verantwortlich (Foto: pixabay.com, geralt)
Gewebe: Kollagen für Elastizität verantwortlich (Foto: pixabay.com, geralt)

Perugia (pte001/21.05.2019/06:00) - Die Elastizität des menschlichen Körpergewebes wird nicht nur von den biochemischen Eigenschaften, sondern vor allem durch dessen Morphologie bestimmt. Kollagen spielt hierbei eine tragende Rolle. Zu dem Fazit kommen Forscher des Istituto Nazionale di Ottica http://www.ino.cnr.it und des ebenfalls zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Fisica Applicata Nello Carrara http://www.ifac.cnr.it .

Mikroskopietechnik im Einsatz

Möglich wurden die neuen Erkenntnisse dank einer von den italienischen Forschern entwickelten innovativen Mikroskopietechnik, die eine Analyse der morphologischen, mechanischen und biochemischen Eigenschaften von menschlichem Körpergewebe erlaubt. "Damit öffnen sich neue Wege für nicht-invasive Diagnosemethoden, angefangen von der Zellteilung bis hin zur regenerativen Medizin", erklärt Projektleiterin Silvia Caponi.

Bei Kollagen handelt es sich um das in lebenden Organismen am reichhaltigsten vorkommende Protein, angefangen von Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern bis hin zu Knorpeln und Bindegewebe. Ihre morphologische Ausprägung hat einen Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften und das Funktionieren des Körpergewebes. "Jetzt haben wir endlich ein nicht-invasives Verfahren, das krankhafte Veränderungen des Gewebes vorzeitig erkennen lässt", so Caponi. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit liege in der Herstellung von künstlichem Gewebe wie Hornhaut, Knorpeln und Sehnen.

Multidisziplinäre Untersuchung

Die multidisziplinäre Untersuchung ist in Zusammenarbeit mit dem Istituto di Chimica dei Composti Organometallici http://www.iccom.cnr.it und dem Istituto Officina dei Materiali http://www.iom.cnr.it entstanden. Einzelheiten sind in der renommierten Fachzeitschrift "Nature - Communications Biology" nachzulesen.

(Ende)
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