Echo-Ortung ermöglicht Blinden Orientierung
Neuronale Aktivität im Gehirn nimmt laut Studie des Smith-Kettlewell Eye Research Institute zu
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Blinder Mann: Orientierung erfolgt über Echo-Ortung (Foto: pixabay.com, Harpreet Batish) |
San Francisco (pte010/07.04.2026/10:30)
Manche blinde Menschen nutzen wiederkehrende Echos ihrer eigenen Mundklicks zur Wahrnehmung ihrer Umwelt. Forscher des Smith-Kettlewell Eye Research Institute haben untersucht, wie das menschliche Gehirn Darstellungen der Außenwelt mittels Echo-Ortung erstellt. Details sind in "eNeuro" nachzulesen.
Blinde "sehen" viel besser
Vier blinde Menschen, die mit dem Einsatz der Echo-Ortung vertraut waren, haben in Tests den Standort eines Objekts besser identifiziert als 21 sehende Teilnehmer in einem dunklen Raum. Die Genauigkeit der Echolokation verbesserte sich bei diesen Experten mit mehr selbst produzierten Mundklicks weiter.
Die Wissenschaftler des Smith-Kettlewell Eye Research Institute haben die neuronale Aktivität im Gehirn mit der Fähigkeit der Blinden in einen Zusammenhang gebracht, den exakten Standort eines Objekts zu bestimmen.
Immer mehr Informationen
Diese Aktivität verstärkte sich neben Verhaltensmaßnahmen über die Sequenzen mit Mundklicks und führte zur genaueren Lokalisierung. Laut Studienleiterin Haydee Garcia-Lazaro scheint es bei manchen dieser Experten zur Summierung von Infos zu kommen, die das Gehirn während der Klicks zur Position eines Gegenstandes aufbaut.
Die Studienergebnisse zeigen, wie das Gehirn wiederholte Toninfos einsetzt, um Darstellungen der Umwelt entstehen zu lassen. Garcia-Lazaro nach wollen die Forscher als nächstes Schritt herausfinden, was blinde Menschen bei der Echo-Ortung so geschickt macht. Zudem sollen Sehende und Blinde ermutigt werden, die Vorteile der Echo-Ortung für sich zu entdecken.
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