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pte20221123003 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Ibuprofen macht Arthritis noch viel schlimmer

Linderung der Schmerzen mit negativen Folgen - Intensivierung der Entzündung im Kniegelenk


Medikamente können Entzündungen im Knie verschlimmern (Bild: naturwohl-gesundheit, pixabay.com)
Medikamente können Entzündungen im Knie verschlimmern (Bild: naturwohl-gesundheit, pixabay.com)

Oak Brook (pte003/23.11.2022/06:10) -

Die Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie Ibuprofen und Naproxen bei Osteoarthritis kann eine Entzündung im Kniegelenk verschlimmern, so eine neue Studie, die nächste Woche auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America (RSNA) vorgestellt wird.

500 Mio. Menschen betroffen

Osteoarthritis ist die häufigste Form von Arthritis, an der weltweit mehr als 500 Mio. Menschen leiden. Die Krankheit tritt am häufigsten in Händen, Hüften und Knien auf. Bei Menschen mit Arthrose, wie Arthritis auch genannt wird, nutzt sich der Knorpel, der das Gelenk abfedert, allmählich ab. Arthritis wird oft von einer Entzündung oder Schwellung des Gelenks begleitet, die schmerzhaft sein kann.

Bei Arthroseschmerzen und Entzündungen werden oft nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) verschrieben. Über deren langfristige Auswirkungen ist bisher wenig bekannt. "Insbesondere der Einfluss von NSAIDs auf Synovitis wurde nie mit MRT-basierten strukturellen Biomarkern analysiert", so Johanna Luitjens von der University of California, San Francisco. Unter Synovitis versteht der Mediziner Entzündungen im Bereich der Gelenkschleimhaut.

Bessere Ergebnisse ohne NSAIDs

"Unser Ziel war zu analysieren, ob die NSAID-Behandlung die Entwicklung oder das Fortschreiten der Synovitis beeinflusst und zu untersuchen, ob Knorpelbild-Biomarker, die beim MRT Veränderungen bei Arthrose widerspiegeln, von der NSAID-Behandlung beeinflusst werden", sagt Luitjens. An der Studie haben 277 Probanden mit mittelschwerer bis schwerer Osteoarthritis und mindestens einjähriger NSAID-Behandlung teilgenommen, sie wurden mit einer Gruppe von 793 Kontrollteilnehmern verglichen, die nicht mit NSAIDs behandelt wurden.

Alle Teilnehmer haben sich im Abstand von vier Jahren einer 3T-MRT des Knies unterzogen. Knorpeldicke, Zusammensetzung und andere MRT-Messungen dienen als nichtinvasive Biomarker zur Beurteilung des Fortschreitens der Arthritis. Die Ergebnisse zeigen keinen langfristigen Nutzen der NSAID-Anwendung. Gelenkentzündung und Knorpelqualität ist zu Studienbeginn bei den Teilnehmern, die NSAIDs eingenommen haben, im Vergleich zur Kontrollgruppe schlechter und nach vier Jahren noch schlechter.

"Wir konnten zeigen, dass NSAIDs Entzündungen weder reduzieren noch das Fortschreiten der Arthrose des Kniegelenks verlangsamen. Die Verwendung von NSAIDs sollte deshalb neu überdacht werden", so Luitjens. Ein Grund für die negative Beurteilung könnte sein, dass Patienten, die Synovitis haben und NSAIDs einnehmen, aufgrund der Schmerzlinderung körperlich aktiver sind, was möglicherweise zur Verschlechterung der Synovitis führe.

(Ende)
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