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pte20221122003 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Erinnerungen lassen sich im MRT betrachten

Forscher der University of Chicago mit neuem Wissen über das Gehirn gegen das Vergessen


Kartierung des menschlichen Gehirns rückt näher (Illustration: OpenClipart-Vectors, pixabay.com)
Kartierung des menschlichen Gehirns rückt näher (Illustration: OpenClipart-Vectors, pixabay.com)

Chicago/Toronto (pte003/22.11.2022/06:10) -

Mithilfe persönlicher Erlebnisse, die über einen längeren Zeitraum regelmäßig von sozialen Medien erfasst werden, lässt sich eine multidimensionale Topografie des Gedächtnisses kartieren, wie Forscher des Brain Bridge Lab an der University of Chicago herausgefunden haben. "Das könne eine neue Möglichkeit für die Erforschung des Gedächtnisses eröffnen", sagt Psychologin Wilma Bainbridge.

Basis sind Sekunden-Videos

Grundlage ist die "1 Second Everyday"-Videotagebuch-App. Sie fordert die Benutzer auf, jeden Tag ein Video aufzunehmen, das nur eine Sekunde dauert. 23 Probanden, die diese App seit Jahren regelmäßig benutzen, wurden zu einem Experiment eingeladen, um herauszufinden, wie das Gehirn die Videos im Rückblick verarbeitet. Bainbridge und ihr Team baten die Teilnehmer in einen MRT und ließen sie während der Aufnahmen ihre eigenen aufgezeichneten Erinnerungen zusammen mit denen anderer Benutzer anschauen.

Das Vergehen ermöglichte es dem Team zu isolieren, wo das Gehirn durch persönliche Erinnerungen aktiviert wurde, im Vergleich zu den Videos eines anderen Benutzers. Während das Video eines Fremden bestimmte Teile des Gehirns aktiviert, die mit visuellen Reizen zusammenhängen, aktiviert es nicht die Teile des Gehirns, die für die Erinnerung zuständig sind. Die Forscher fanden im Gehirn eine Region, die empfindlich darauf reagierte, wie vertraut die Menschen oder Orte in den Videos waren und wie stark die Erinnerung ausfiel. Sie fanden auch eine Subregion, die mit der zeitlichen Entfernung der Erinnerung zusammenhängt, die ihres Wissens nach noch nie zuvor gefunden worden war.

Hilfe für Alzheimer-Patienten

"Eine Sekunde reichte oft aus, um eine starke Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis zu wecken. Diese Videos enthalten trotz ihrer Kürze in Kombination mit dem Gehirn eine Fülle von Infos - zum Beispiel, wo das Video aufgenommen wurde, wer in den Videos dargestellt ist und welche Emotionen das Ereignis ausgelöst hat", so Bainbridge. Bisher sei man der Auffassung gewesen, dass Erinnerungen nicht per MRT verfolgt werden können. "Wir waren wirklich überrascht, diese lokalisierten Karten oder Regionen für diese verschiedenen Arten von Infos zu sehen", sagt sie. An der University of Toronto experimentieren Kollegen von Bainbridge mittlerweile mit dem Verfahren. Sie untersuchen, ob Alzheimer-Patienten dazu gebracht werden können, eigene Videos aufzuzeichnen und später anzusehen, um ihr Gedächtnis zu verbessern.

(Ende)
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