Langes Leben dank entgifteter Körperzellen
Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne ebnen Weg für neue Therapien
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Paar: Zellentgiftung ist der Weg zum gesunden Altern (Foto: Ri Butov, pixabay.com)
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Lausanne (pte001/02.07.2025/06:00)
Altern, ohne an allzu vielen altersbedingten Krankheiten zu leiden, rückt mit einer Entdeckung von Forschern unter der Leitung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne näher. Bei Fadenwürmern haben sie eine Möglichkeit entdeckt, die auch bei Menschen helfen könnte: Eine Stärkung der Lysosomen in den Körperzellen, die Abfallstoffe beseitigen. Mit zunehmendem Alter reduziert sich diese Fähigkeit. Die Folge sind Gesundheitsprobleme, die von Mobilitätsverlusten bis hin zu schweren Erkrankungen wie Alzheimer reichen.
Fadenwürmer leben länger
Das Team um Johan Auwerx hat in einem gewöhnlichen Fadenwurm (Caenorhabditis elegans) ein System entdeckt, das den Zellen hilft, giftige Abfallstoffe und schadhafte Zellteile auszuscheiden. Das System wird als "Lysosomal Surveillance Response" (LySR) bezeichnet. Seine Aktivierung steigert die Aktivität der Lysosomen. Dadurch leben die Würmer etwa 60 Prozent länger und sind zudem besser vor toxischen Proteinverklumpungen geschützt, die neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Huntington verursachen.
Den Experten zufolge wird LySR durch das Gen ELT-2 gesteuert, das als Hauptschalter für das Reinigungssystem der Zelle fungiert. Nach der Aktivierung von LySR verfolgen sie, wie gut die Würmer Proteinablagerungen beseitigen, wie lange sie leben und wie gut sie Anzeichen von Alterung und Krankheit widerstanden.
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