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pte20221125001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Forscher suchen Migräne-Ursachen per MRT

Entsorgungssystem im Gehirn könnte laut der University of Southern California schuld sein


Gehirne im Vergleich: hochauflösende MRT-Bilder zeigen Migräne-Ursachen (Foto: rsna.org, Wilson Xu)
Gehirne im Vergleich: hochauflösende MRT-Bilder zeigen Migräne-Ursachen (Foto: rsna.org, Wilson Xu)

Los Angeles (pte001/25.11.2022/06:00) -

Extrem hochauflösende Aufnahmen des Gehirns von Migränepatienten im MRT finden leichter die Ursachen für die rätselhafte Krankheit und schaffen Voraussetzungen zur Bekämpfung. Forscher der University of Southern California haben auf den Bildern signifikante Veränderungen in den perivaskulären Räumen einer Gehirnregion entdeckt, die als Centrum semiovale bezeichnet wird. Perivaskuläre Räume sind flüssigkeitsgefüllte Blasen, die Blutgefäße im Gehirn umgeben. Sie befinden sich am häufigsten in den Basalganglien in der Tiefe der Großhirnhemisphäre und dem Zentrum des Großhirns sowie entlang des Sehtrakts. Perivaskuläre Räume können Anomalien an der Blut-Hirn-Schranke und Entzündungen verursachen.

150 Mio. Menschen betroffen

Migräne ist eine Erkrankung mit starken Kopfschmerzen. Sie kann auch Übelkeit, Schwäche und Lichtempfindlichkeit verursachen. Nach Angaben der American Migraine Foundation sind über 37 Mio. Menschen allein in den USA von Migräne betroffen, und bis zu 148 Mio. Menschen weltweit leiden an chronischer Migräne. Wilson Xu und seine Kollegen haben die vergrößerten perivaskulären Räume mit einem Sieben-Tesla-MRT entdeckt - gängige klinische Geräte kommen auf ein gerade einmal halb so starkes Magnetfeld.

Um Zusammenhänge zu erkennen, haben die Forscher strukturelle mikrovaskuläre Veränderungen bei verschiedenen Arten von Migräne verglichen. "Zu untersuchen, wie die Flüssigkeitsansammlungen zur Migräne beitragen, könnte uns helfen, die Komplexität des Auftretens von Migräne besser zu verstehen. Da das von uns eingesetzte MRT in der Lage ist, Bilder des Gehirns mit viel höherer Auflösung und besserer Qualität als mit anderen MRT-Typen zu erstellen, können wir viel kleinere Veränderungen erkennen, die bei einer Migräne im Hirngewebe auftreten", so Xu.

Glymphatisches System möglich

Zu den Studienteilnehmern gehörten jeweils zehn Probanden mit chronischer und episodischer Migräne sowie fünf gesunde Menschen. Alle waren zwischen 25 und 60 Jahre alt. Die Forscher vermuten, dass signifikante Unterschiede in den perivaskulären Räumen bei Patienten mit Migräne im Vergleich zu gesunden auf eine glymphatische Störung im Gehirn hindeuten.

Das glymphatische System ist dafür zuständig, lösliche Proteine und Metaboliten, die Abfälle sind, aus dem zentralen Nervensystem zu eliminieren. Das könnte eine Ursache für Migräne sein, allerdings muss noch viel geforscht werden, um alle Zusammenhänge zu verstehen. Die Ergebnisse werden auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America in Chicago vom 27. November bis 1. Dezember vorgestellt.

(Ende)
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