pte20260211022 in Forschung

Fast jede zweite E-Mail war 2025 Spam-Nachricht

Kaspersky hat mehr als 144 Mio. schädliche sowie potenziell unerwünschte Anhänge registriert


"SPAM": Flut an betrügerischen E-Mails nimmt auch 2025 nicht ab (Bild: pixabay.com, geralt)

Ingolstadt (pte022/11.02.2026/12:30)

Laut dem "Spam- und Phishing-Report 2025" des IT-Security-Spezialisten Kaspersky war im vergangenen Jahr mit 45 Prozent fast jede zweite E-Mail im weltweiten Traffic eine Spam-Nachricht. Das beinhaltet unerwünschte Werbung und auch Bedrohungen wie Betrug, Phishing und Malware.

Phishing bleibt gefährlich

Die aktuellen Zahlen für 2025 verdeutlichen die Problematik. Insgesamt erhielten Privat- und Unternehmensanwender dem Bericht zufolge mehr als 144 Mio. schädliche und potenziell unerwünschte E-Mail-Anhänge; das entspricht einer Zunahme von 15 Prozent gegenüber 2024.

"E-Mail-Phishing sollte nicht unterschätzt werden. Jeder zehnte Angriff auf Unternehmen beginnt mit Phishing; ein großer Teil davon entfällt auf fortgeschrittene, andauernde Bedrohungen", kommentiert Roman Dedenok, Anti-Spam-Experte bei Kaspersky.

2025 sei eine zunehmende Raffinesse bei zielgerichteten E-Mail-Angriffen zu beobachten gewesen. Selbst kleinste Details würden in diesen Kampagnen sorgfältig ausgearbeitet - von der Gestaltung der Absenderadressen bis hin zur gezielten Anpassung der Inhalte an reale Unternehmensereignisse und interne Prozesse.

Asien-Pazifik-Region vorne

Die Region mit dem höchsten Anteil an E-Mail-Antivirus-Erkennungen (30 Prozent) war laut Kaspersky die Asien-Pazifik-Region, gefolgt von Europa (21 Prozent). Dahinter Lateinamerika (16 Prozent) und der Nahe Osten (15 Prozent) sowie Russland und die GUS (zwölf Prozent) sowie Afrika (sechs Prozent).

Auch rückt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ins Zentrum. Dedenok: "Die breite Verfügbarkeit generativer KI hat die Bedrohung deutlich verstärkt, da Angreifer mit minimalem Aufwand überzeugende, personalisierte Phishing-Nachrichten in großem Umfang erstellen können, indem Tonalität, Sprache und Kontext automatisch auf einzelne Zielpersonen zugeschnitten werden."

WhatsApp, Telegram und Co

Im Trend bleibe zudem, dass Angreifer E-Mail-Nutzer dazu verleiten, die Kommunikation auf Messenger-Dienste zu verlagern oder betrügerische Telefonnummern anzurufen. So versuchten sie beispielsweise, Empfänger auf gefälschte Webseiten umzuleiten, auf denen diese zur Angabe ihrer Kontaktdaten aufgefordert würden. Es folge ein telefonischer Kontakt.

2025 zählten WhatsApp- und Telegram-Accounts zu den häufigsten Zielen von Phishing- und Betrugsangriffen. Betrüger versuchten unter anderem, WhatsApp-Konten zu übernehmen, indem sie Nutzer zur Abstimmung bei angeblichen Kinderwettbewerben aufforderten. Diese gefälschten Abstimmungsseiten würden auch in deutscher Sprache beobachtet.

(Ende)
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