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pte20200729019 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Chemikalien reißen Frauen aus dem Schlaf

Studie zu den Wechseljahren weist konkreten Zusammenhang mit Schlafstörungen nach


Schlafende: Probleme im Wechsel nehmen zu (Foto: pixabay.com, Engin Akyurt)
Schlafende: Probleme im Wechsel nehmen zu (Foto: pixabay.com, Engin Akyurt)

Cleveland (pte019/29.07.2020/13:30) - Schlafprobleme von Frauen in der Menopause könnten laut einer in "Menopause" veröffentlichten Studie auf Chemikalien in der Umwelt zurückzuführen sein. Die auf Daten der Midlife Women's Health Study basierende Untersuchung legt nahe, dass die Belastung mit verschiedenen Chemikalien, wie Phthalaten, mit Schlafstörungen bei Frauen mittleren Alters einhergeht. Diese Chemikalien sind in hunderten Alltagsprodukten enthalten.

EDCs als Problem

Bis zu 60 Prozent der Frauen in der Übergangszeit der Wechseljahre leiden unter Schlafproblemen. Jene, die Probleme beim Einschlafen haben, verfügen über ein höheres Risiko an einer anhaltenden Depression zu erkranken, die negative Gesundheitsfolgen haben kann. Sie erfordern mehr medizinische Versorgung und erhöhen die Fehlzeiten im Beruf.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Schlafstörungen auf das Abnehmen der Hormonwerte zurückzuführen sind. Die Belastung mit endokrin wirksamen Substanzen (EDCs) ist noch weitgehend unerforscht. Sie zu untersuchen, könnte jedoch helfen, das vermehrte Auftreten von Schlafproblemen bei Frauen mittleren Alters zu erklären. Phthalate sind verbreitete EDCs, die in industriellen Weichmachern und chemischen Stablilisatoren enthalten sind. Phthalate verbessern die Eigenschaften von Lebensmittelverpackungen, Kleidung, Kosmetik bis hin zu Kinderspielzeugen.

Phthalate im Harn

Obwohl alle Menschen Phthalaten ausgesetzt sind, scheinen sie sich bei Frauen stärker abzulagern als bei Männern. Eine frühere Studie ging davon aus, dass eine erhöhte Phthalat-Belastung durch Körperpflegemittel das Risiko von Hitzewallungen deutlich steigert. Andere Studien wiesen Zusammenhänge zwischen der Phthalat-Belastung und der Wahrscheinlichkeit nächtlichen Aufwachens sowie ein erhöhtes Depressionsrisiko nach.

Da Phthalate dafür bekannt sind, dass sie die mit dem Schlaf in Verbindung stehenden Hormone modulieren, gingen die Forscher davon aus, dass sie direkt oder indirekt mit dem Schlaf von Frauen mittleren Alters in Verbindung stehen könnten. Diese Daten von mehr als 760 prämenopausalen und perimenopausalen Frauen deuten darauf hin, dass die Häufigkeit der Schlafstörungen mit den Phthalat-Konzentrationen im Harn in Verbindung steht.

(Ende)
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