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pte20210914014 Forschung/Entwicklung, Medien/Kommunikation

Vorurteile lassen sich nur objektiv beseitigen

Eigene Überzeugungen haben laut Erhebung der University of California einen wichtigen Wert


Zuhören: Wer spricht, der entscheidet häufig (Foto: pixabay.com, fsHH)
Zuhören: Wer spricht, der entscheidet häufig (Foto: pixabay.com, fsHH)

Santa Barbara (pte014/14.09.2021/12:30) - Menschen neigen dazu, anderen zuzuhören, die Dinge sagen, die man gerne glaubt. Parallel dazu werden Menschen ignoriert, die Dinge sagen, die man lieber nicht für wahr halten möchte. In der Folge neigen Gleichgesinnte laut einer Studie der University of California, Santa Barbara http://ucsb.edu dazu, anderen gegenüber voreingenommen zu sein, wenn sie miteinander Meinungen austauschen. Details wurden im "Journal of the European Economic Association" veröffentlicht.

"Motivierte Überzeugungen"

Es wäre vernünftig, davon auszugehen, dass Menschen Entscheidungen nur auf Beweisen und Erfahrungen basierend treffen. Frühere Studien hatten allerdings bereits gezeigt, dass die Entscheidungsträger über "motivierte Überzeugungen" verfügen. Sie glauben Dinge teilweise, weil sie sich wünschen, dass sie wahr wären. Motivierte Überzeugungen und die Argumentation, die dorthin führt, können zu ernsten Vorurteilen führen, meinen die Forscher.

Es wurde bereits angenommen, dass motivierte Überzeugungen die Verbreitung von Fehlinformationen in Online-Foren erklären könnte. Derartige Überzeugungen könnten auch die Aktienmarktentwicklung erklären. Es gibt eine große Menge an objektiven Informationen über Finanzmarktplätze, trotzdem können Entscheidungsgruppen und Förderung zu Blasen und finanzieller Instabilität führen.

Versuche im Labor mit dem IQ

Die Forscher haben im Labor untersucht, ob derartige Vorurteile bei den Überzeugungen größer wurden, wenn die Menschen sie miteinander austauschen. Teilnehmer wurden einander, basierend auf ihrem Abschneiden bei einem IQ-Test, in Paaren zugeteilt. Beide verfügten damit über Werte, die über dem oder unter dem Durchschnitt lagen. Diese Personen tauschten dann Überzeugungen über eine Annahme aus, von der beide wollten, dass sie wahr sei, nämlich dass sie sich in der Gruppe mit dem hohen IQ befänden.

Der Test zeigt, dass Personen mit einer negativen Haltung zu ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe mit einem hohen IQ deutlich optimistischer wurden, wenn auch ihr Gegenüber positiver eingestellt war. Eine optimistische Person ändert ihre Überzeugungen bei einem pessimistischeren Gegenüber eher nicht. Dieser Effekt ist bei Personen in der Gruppe mit niedrigem IQ besonders stark ausgeprägt. Hier kommt es dadurch zu schweren Voreingenommenheiten.

Die Studienergebnisse legen nahe, dass die Verstärkung der Verzerrung eintritt, weil Menschen sozialen Signalen einen höheren Informationswert zuschreiben, der ihre bereits existierende Motivation, etwas zu glauben, verstärkt. Zur Halbzeit des Experiments erhielten die Teilnehmer die nicht verzerrte Information darüber, in welcher IQ-Gruppe sie sich befanden. Das stellte sich beim Beseitigen der Vorurteile als sehr wirksam heraus, die durch den ursprünglichen Informationsaustausch entstanden waren. Das Bereitstellen von unvoreingenommenen und zuverlässigen Informationsquellen könnte motivierte Überzeugungen im Rahmen von Echokammern und Finanzmärkten verringern.

(Ende)
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