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pte20180829004 Handel/Dienstleistungen, Medien/Kommunikation

Moderne Sklaverei läuft über Facebook

"Financial Times" recherchiert irreführende Anzeigen, die unrealistisch hohe Löhne versprechen

Anwerbung von Arbeitskräften auf Facebook in der Kritik (Foto: facebook.com)
Anwerbung von Arbeitskräften auf Facebook in der Kritik (Foto: facebook.com)

London (pte004/29.08.2018/06:15) - "Moderne Sklaverei" prangert die britische "Financial Times" an. Sie funktioniert über soziale Medien wie Facebook. "Locuri de munca in strainatate", das ist Rumänisch und bedeutet "Jobs im Ausland", sei eine von zahlreichen Facebook-Seiten, die stark frequentiert würden. Mit diesem Auftritt werden Arbeiter für Großbritannien, Deutschland, die Niederlande und Frankreich angeworben.

"Heile Welt" im Social Web

Die Seite zeigt eine Frau, deren Haare unter einer Kappe verborgen ist. In der Hand hält sie eine Palette voller Erdbeeren. Außerdem sind zwei Männer zu sehen, die Schutzhelme tragen und Vermessungsarbeiten auf einer Baustelle durchführen - das soll wohl "heile Welt" bedeuten. Die Seite hat 17.000 Follower. Das zeigt, wie wichtig derartige Angebote für das Anwerben von ausländischen Arbeitskräften sind. Gleichzeitig wird diese Praxis zur Herausforderung für Behörden, die Missbrauch verhindern müssen.

"Auf Facebook findet man viele Informationen über ausländische Arbeitsplätze", sagt Klara Skrivankova, Programmmanagerin von Anti-Slavery International http://antislavery.org , einer internationalen Organisation, die den modernen Sklavenhandel unterbinden will. "Aber es gibt kaum Informationen über Rechte und Kosten oder betrügerische Anwerbemethoden." Nach einem Report der International Trade Union Confédération http://ituc-csi.org , dem Internationalen Gewerkschaftsbund, werden in den sozialen Medien unrealistisch hohe Löhne versprochen. Adressen von Agenturen, die Arbeiter anwerben, würden nicht genannt und die Arbeitsbeschreibungen seien eher allgemein gehalten.

Werber legte einfach auf

Die Redakteure der Finanzzeitung machten die Probe aufs Exempel. Sie riefen einen Werber an, der einen Rumänen für eine metallverarbeitende Tätigkeit in Frankreich suchte. Der legte einfach auf. In der Anzeige gab es keine Informationen zur Art der Tätigkeit und zum Lohn. Es wurden lediglich ein "stabiles Arbeitsumfeld" und eine "Langzeitbeschäftigung" versprochen.

Laut Phillip Fishman von der International Labor Organisation http://ilo.org sollte sich Facebook fragen, wie viel Mitverantwortung man für falsche Versprechen in Anzeigen trägt, die Mitarbeiter zu utopisch hohen Löhnen anwerben. Auch die britische Premierministerin Theresa May kritisiert, dass Unternehmen zu wenig gegen Seiten tun, die den Missbrauch von Kindern, moderne Sklaverei und die Verbreitung terroristischer und extremistischer Inhalte ermöglichen.

(Ende)
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