Neues Mikroben-Duo heilt Risse in Beton aus
Forscher der Texas A&M University machen die bisher nötige Initialzündung von außen obsolet
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Stahlbetonbrücken: Diese sollen sich künftig von selbst heilen (Foto: wal_172619, pixabay.com)
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College Station/Lincoln (pte004/09.05.2025/06:15)
Als selbstheilender Beton gerühmter Baustoff wird oft erst aktiv, wenn beispielsweise Menschen Nährstoffe in Risse sprühen, die die Heilungskräfte von Mikroorganismen wecken. Diesen oft mühseligen Schritt hat Congrui Grace Jin von der Texas A&M University überflüssig gemacht. Ihr zufolge kann die mikrobielle Reparaturkolonne selbstständig tätig werden, sobald ein Riss auftritt.
Cyanobakterien und Fadenpilze
Gemeinsam mit Kollegen der University of Nebraska-Lincoln hat sie ein System entwickelt, bei dem Cyanobakterien und Fadenpilze in den frischen Beton eingerührt werden. Sobald dieser abbindet, also hart wird, verfallen die Mikroorganismen gewissermaßen in einen Winterschlaf, was nicht bedeutet, dass die Umgebung kalt sein muss. Erst wenn sich ein Riss auftut, werden sie wach. Die Cyanobakterien wandeln, sobald sie mit Sonnenlicht und Luft in Berührung kommen, das darin enthaltene CO2 in einen Nährstoff um, der von den Fadenpilzen verschlungen wird.
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