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Di, 19.06.2018 10:30
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pte20180619016 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Kontakt mit Lithium erhöht Risiko für Geburtsfehler

Aber kein Zusammenhang mit Schwangerschaftskomplikationen ermittelt
Schwangere: Lithium als Präparat riskant (Foto: pixelio.de, Cornelia Menichelli)
Schwangere: Lithium als Präparat riskant (Foto: pixelio.de, Cornelia Menichelli)

New York (pte016/19.06.2018/10:30) - Forscher der Icahn School of Medicine at Mount Sinai http://icahn.mssm.edu haben ein erhöhtes Risiko erheblicher Missbildungen bei Föten nachgewiesen, die im ersten Schwangerschaftsdrittel Lithium ausgesetzt waren. Die aktuelle Studie ist die bisher größte zur Untersuchung von Geburtsfehlern bei betroffenen Kindern.

Fast verdoppeltes Risiko

Fast eineinhalb Mal so viele Babys, die während des ersten Schwangerschaftsdrittels mit Lithium in Kontakt kamen, litten im Vergleich zur Kontrollgruppe unter Missbildungen. Bei diesen Kindern lag der Wert bei 7,4 Prozent, bei nicht belasteten Kindern bei 4,3 Prozent. Das Risiko eines erneuten Krankenhausaufenthalts war mit 27,5 Prozent fast doppelt so hoch.

Der Kontakt mit Lithium stand jedoch in keinem Zusammenhang mit Schwangerschaftskomplikationen oder anderen Folgen wie Präeklampsie, Frühgeburt, Schwangerschaftsdiabetes oder einem geringen Geburtsgewicht. Zusätzlich zeigte sich, dass das Risiko von Geburtsfehlern bei betroffenen Kindern geringer war als bisher angenommen. Verantwortlich dafür ist laut den Forschern, dass frühere Studien keine ausreichend großen Populationen untersucht haben.

Großes Sample untersucht

Für die aktuelle Studie haben die Forscher das Risiko von angeborenen Fehlbildungen wie Herzfehlern und Schwangerschaftskomplikationen in einer Meta-Analyse der Primärdaten von 727 Schwangerschaften mit Kontakt zu Lithium mit einer Kontrollgruppe von 21.397 Schwangerschaften von Müttern mit einer Gemütsstörung untersucht, die das Präparat nicht einnahmen. Die Daten stammten aus sechs Studienzentren in Dänemark, Kanada, den Niederlanden, Schweden, Großbritannien und den USA.

Die Forscher ermittelten auch die Schwangerschaftsverläufe und die erneute Einweisung der Neugeborenen ins Krankenhaus innerhalb von 28 Tagen nach der Geburt. Die Therapie mit Lithium steht bei der Behandlung von bipolaren Störungen an erster Stelle. Betroffen sind rund zwei Prozent der Weltbevölkerung. Das Medikament hilft, schwere Depressionen und Manien zu verhindern. In den USA werden bipolare Störungen häufiger mit Antipsychotika behandelt.

Laut den Wissenschaftlern sollten die betroffenen Frauen über das Risiko von Fehlbildungen bei Kindern informiert werden, die im ersten Schwangerschaftsdrittel mit Lithium in Kontakt kommen. Zusätzlich müssten sie aber auch wissen, dass das Risiko eines Rückfalls bei psychischen Erkrankungen während und nach der Schwangerschaft stark erhöht ist. Die Ergebnisse wurden in "The Lancet Psychiatry" veröffentlicht.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Moritz Bergmann
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
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