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pte20151120012 Tourismus/Reisen, Handel/Dienstleistungen

Hotelinvestoren in Osteuropa wieder vorsichtiger

Trotz höherer Risiken keine größeren Profite mehr zu erwarten


Geplantes Ritz Carlton in Astana in Kasachstan (Foto: ritzcarlton.com)
Geplantes Ritz Carlton in Astana in Kasachstan (Foto: ritzcarlton.com)

Wien (pte012/20.11.2015/10:30) - Die international boomenden Hotelinvestitionen haben in Osteuropa einen Dämpfer erlitten. Während das Tourismusaufkommen auf dem Balkan auf niedrigem Level langsam vorankommt und der Ausblick in den CEE-Märkten und Polen freundlich bleibt, können sich Investoren in Russland auf eine längere Durststrecke einstellen. Vor allem der unsichere Rubel-Wechselkurs und die gesunkene Nachfrage aus dem Ausland aufgrund der westlichen Sanktionen machen der Tourismuswirtschaft im Putin-Land zu schaffen. "Die Risiken sind zu groß. Da ist kein Geschäft mehr zu machen", stellte Hotelentwickler Raoul Gransier beim 8. Hotel Investment Forum http://h-a-m.at/?/111-1-IHICDF-2015.htm am Donnerstag im Wiener Hotel Imperial klar.

Noch ziemlich am Anfang steht die Entwicklung in Serbien, wo der Tourismus nicht einmal 1,5 Prozent zum BIP beiträgt. Das jährliche Übernachtungswachstum von acht bis zehn Prozent ist zwar vielversprechend, konzentriert sich aber vornehmlich auf die Hauptstadt Belgrad. Der Rest des Landes liegt brach. "Da ist noch ein weiter Weg zu gehen", erklärte Silvija Lovreta, Managing Partner von Horwath HTL SEE http://horwathhtl.com . Deutlich besser schätzt sie die Lage in Kroatien und Montenegro ein. Ganz generell punkten hier die großen und guten Destinationen. Bedauerlich findet sie allerdings, dass die Länder nicht auf dem Radar der internationalen Hotelinvestoren aufscheinen.

Polen als Hoffnungsmarkt

Im CEE-Raum entwickelt sich Polen zu einem echten Hoffnungsmarkt für Investoren und Hotelbetreiber, berichtete Adam Konieczny, Landeschef von Christie + Co http://christie.com/de . Viele neue Interessenten kämen ins Land, mehr und mehr wollen auch Hotels kaufen, darunter nicht nur deutsche Investoren. Natürlich gibt es auch im Land an der Weichsel Nachholbedarf, der Anteil der Hotelgäste aus dem Ausland liegt bei nur 30 Prozent und der Anpassungsprozess an westliche Standards dauert. Miguel Martins, Development-Chef der Intercontinental Hotel Group Polen http://warsaw.intercontinental.com , berichtete so etwa von seinen Anstrengungen, "Open Lobby"- oder "Social Tables"-Konzepte einzuführen. "Das dauert hier einfach etwas länger."

Fehlendes Vertrauen in Russland

Warm anziehen heißt es inzwischen noch weiter östlich. "Russland war schon immer ein schwieriger Markt für ausländische Investoren, da die lokalen Hotel-Tycoons und Eigentümer immer alles besser wissen", sagte Hotelexperte Gransier http://gransier.com . Aktuell sei jedoch der Rubel-Wechselkurs die größte Herausforderung. Als ausländischer Investor könne man hier nur verlieren, wenn man nicht in Rubel rechnet. Hinzu kommt das fehlende Vertrauen aufgrund der herrschenden Politik. Etwas differenzierter sieht Igor Romanov von Azimut Hotels http://de.azimuthotels.com die Lage. Russland sei schon aufgrund seiner Größe ein "Inlandsmarkt", und jede der großen Regionen habe eben ihre ganz bestimmten Besonderheiten.

Eine Sonderrolle nimmt in diesem Länderreigen Kasachstan ein, reich an Erdöl und Bodenschätzen. Zehn Mrd. Dollar will das Land bis zur geplanten Weltausstellung 2017 in die touristische Infrastruktur der Hauptstadt Astana stecken, um die erwarteten fünf Mio. Touristen aus 100 Ländern zu bewältigen. Das werde schwierig, sagte die Tourismusberaterin Monika Picker http://aletheia.at . Kasachstan sei kein typisches Urlaubsland, und das Verständnis für die Anforderungen solcher Großveranstaltungen müsse sich erst entwickeln. Das beginnt schon bei der Ausbildung der Arbeitskräfte. Und für Hotelinvestoren sei dann noch die Frage zu stellen, was nach der EXPO kommt.

(Ende)
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Ansprechpartner: Dr. Wilfried Seywald
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