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Fr, 06.08.2010 10:00
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pte20100806006 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Obst und Gemüse zur Demenz-Bekämpfung

Erkrankte werden häufig nicht früh genug behandelt
Gemüse: Ernährung kann Demenz vorbeugen (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)
Gemüse: Ernährung kann Demenz vorbeugen (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Montpellier/London (pte006/06.08.2010/10:00) - Das Verhindern von Diabetes und Depressionen könnte dramatische Auswirkungen auf die Anzahl der Demenzerkrankungen haben. Forscher des La Colombière Hospital und des Imperial College http://www3.imperial.ac.uk sind zu dem Ergebnis gekommen, dass auch Investitionen in Bildung und Ernährung, vor allem Obst und Gemüse, positive Auswirkungen haben können.

Hausärzte erkennen Symptome nicht

Fast gleichzeitig hat laut BBC eine Studie des Medical Research Council http://www.mrc.ac.uk gezeigt, dass Demenz-Patienten häufig nicht früh genug behandelt werden, da ihre Hausärzte die Symptome nicht rasch genug erkennen. Schätzungen gehen davon aus, das allein in Großbritannien bis 2025 mehr als eine Mio. Menschen an einer Demenz leiden werden.

Mehrere Risikofaktoren wie Fettsucht, hoher Blutdruck und hohe Cholesterinwerte wurden bereits identifiziert. Die Wissenschaftler wollten nun untersuchen, ob Interventionen des Gesundheitssystems Auswirkungen auf die Anzahl der Demenzerkrankungen haben können. 1.400 ältere Menschen wurden nach zwei, vier und sieben Jahren auf Krankheitssymptome hin untersucht.

Gleichzeitig wurden Größe, Gewicht, Bildungsgrad, das monatliche Einkommen, Mobilität, Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum und Rauchgewohnheiten ermittelt. Zusätzlich wurden die Teilnehmer ersucht, einen Lesetest zur Feststellung ihrer Intelligenz mitzumachen.

21 Prozent weniger Neuerkrankungen

Das Wegfallen von Depressionen und Diabetes und eine Ernährung mit mehr Obst und Gemüse sollte laut dem Team um Greta Rait zu 21 Prozent weniger neuen Erkrankungen führen. Eine verbesserte Bildung sollte ebenfalls in den nächsten sieben Jahren zu einer Reduzierung um 18 Prozent führen.

Das Entfernen eines mit der Krankheit in Zusammenhang stehenden Gens würde jedoch nur eine Verringerung um sieben Prozent bringen. Regelmäßige Diabetes-Untersuchungen und die Behandlung von Depressionen würden laut dem Team um Karen Ritchie die größten Auswirkungen haben.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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