Zehn Jahre Scientology-Kirche an Budapests Váci út: Expansion, Dialog und gesellschaftliches Engagement
Rückblick auf über 35 Jahre gesamtes soziales Schaffen der Scientology-Kirche in Ungarn
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Scientology-Kirche in Budapest (Foto: Scientology)
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Budapest (pts038/13.08.2026/13:45)
Hunderte Scientologen feierten das zehnjährige Bestehen der Idealen Scientology-Kirche in Budapest – mit Gottesdienst, Musik und einem Rückblick auf zahlreiche soziale und interreligiöse Initiativen. Mit einem Festakt, Live-Musik und einem Rückblick auf ein Jahrzehnt religiöser und gesellschaftlicher Aktivitäten beging die Scientology-Gemeinde in Budapest das zehnjährige Bestehen ihrer Kirche an der Váci út. Hunderte Gemeindemitglieder nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil. Gleichzeitig wurde auf mittlerweile rund 35 Jahre Entwicklung der Scientology-Gemeinde in Ungarn zurückgeblickt.
Die heutige Scientology-Kirche an der Váci út wurde am 23. Juli 2016 im XIII. Bezirk von Budapest eröffnet. Die Einweihung wurde von David Miscavige, dem kirchlichen Oberhaupt der Scientology-Religion, vorgenommen. Das sechsstöckige Gebäude wurde als sogenannte "Ideale Org" konzipiert und beherbergt neben Räumlichkeiten für religiöse Dienste, Ausbildung und geistliche Beratung auch Seminarräume, einen öffentlichen Informationsbereich sowie eine Kapelle für nahezu 300 Besucher.
Ein Jahrzehnt religiöses Leben und gesellschaftliche Initiativen
Das Jubiläumsprogramm umfasste einen religiösen Gottesdienst, musikalische Darbietungen sowie eine Foto- und Videoretrospektive über die vergangenen zehn Jahre. Darüber hinaus wurden Pläne für die zukünftige Entwicklung der Budapester Gemeinde vorgestellt. Anschließend nutzten die Gäste die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen bei traditionellen ungarischen Speisen.
Seit ihrer Eröffnung wurde die Kirche nach Angaben der Veranstalter von Tausenden Menschen besucht – darunter zahlreiche Besucher, die selbst keine Scientologen sind. Regelmäßig finden Tage der offenen Tür statt, bei denen Interessierte mehr über die Religion, ihre Glaubensgrundsätze sowie ihre gesellschaftlichen Aktivitäten erfahren können.
Die Räumlichkeiten dienten in den vergangenen Jahren zudem als Veranstaltungsort für Drogenpräventionskonferenzen, Menschenrechtsveranstaltungen, humanitäre Treffen, Holocaust-Gedenkveranstaltungen und interreligiöse Dialoge. Mindestens zweimal jährlich organisiert die Gemeinde Treffen mit Angehörigen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften, darunter Christen, Buddhisten, Hindus und Vertreter weiterer Glaubensrichtungen. Im Mittelpunkt stehen dabei gegenseitiger Respekt, friedliches Zusammenleben und gemeinsame gesellschaftliche Werte.
Drogenprävention und Menschenrechtsbildung im Mittelpunkt
Zu den von Scientologen unterstützten Initiativen gehören unter anderem die internationale Drogenpräventionskampagne "The Truth About Drugs", die Programme Youth for Human Rights International und United for Human Rights, die auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufmerksam machen, sowie die Scientology-Ehrenamtlichen-Geistlichen, die bei Katastrophen und anderen Notlagen praktische Hilfe leisten.
Drogenprävention gehört in Ungarn seit vielen Jahren zu den sichtbarsten gesellschaftlichen Aktivitäten der Gemeinde. Bereits bei der Eröffnung des Kirchengebäudes 2016 erinnerte der ehemalige Polizeichef des Komitats Pest, Brigadegeneral István Komáromi, an die Zusammenarbeit im Zusammenhang mit dem ersten "Drug-Free Hungary Marathon" im Jahr 2002 und an die daraus entstandenen Präventionsaktivitäten in zahlreichen Städten und Gemeinden.
"Teil des gesellschaftlichen Gefüges einer europäischen Stadt"
Ivan Arjona, Vertreter der Scientology-Kirche bei der Europäischen Union, der OSZE, dem Europarat und den Vereinten Nationen, hob anlässlich des Jubiläums die gesellschaftliche Verantwortung von Religionsgemeinschaften hervor.
Eine Kirche werde nicht allein durch ihre religiösen Dienste Teil des gesellschaftlichen Lebens einer Stadt, sondern auch durch die Beziehungen, die sie zu Nachbarn, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Menschen anderer Überzeugungen aufbaue, erklärte Arjona sinngemäß. Zehn Jahre eines offenen religiösen Zentrums in Budapest bedeuteten daher auch zehn Jahre Dialog, Menschenrechtsbildung, Prävention und praktische Unterstützung für die Gemeinschaft.
Von kleinen Gruppen zum dauerhaften religiösen Zentrum
Die Geschichte von Scientology in Ungarn reicht bis in die späten 1980er-Jahre zurück. Anfang der 1990er-Jahre entstand eine organisierte Scientology-Gemeinde, 1991 wurde die Kirche in Ungarn formell gegründet. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Gemeinschaft weiter, bis 2016 schließlich das heutige Zentrum an einer der bedeutendsten Verkehrsachsen Budapests eröffnet wurde.
Heute verbindet die Budapester Gemeinde mehrere Generationen ungarischer Scientologen. Während einige Mitglieder bereits am Aufbau der Gemeinschaft Anfang der 1990er-Jahre beteiligt waren, engagiert sich inzwischen eine jüngere Generation in religiösen, sozialen und humanitären Projekten.
Mit dem Jubiläum richtet sich der Blick nun auf das kommende Jahrzehnt. Die Scientology-Kirche an der Váci út soll weiterhin sowohl religiöse Heimat als auch Raum für Dialog, Bildung, humanitäres Engagement und Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung sein.
Quelle: www.scientologyeurope.org/2026/08/11/budapest-scientologists-10-years-expansion-vaci-road/
Die Scientology-Religion wurde von dem Autor und Philosophen L. Ron Hubbard gegründet. Die erste Scientology-Kirche wurde 1954 in Los Angeles etabliert; seitdem hat sich die die Religion auf mehr als 11.000 Kirchen, Missionen und angegliederte Gruppen mit Millionen von Mitgliedern in 167 Ländern ausgeweitet.
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