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pts20260903018 in Leben

Reisen zum Dorfplatz der Millennials

Erholen und Ausspannen in Bodrum abseits von Glamour und Jetset


Bodrum (pts018/03.09.2026/10:45)

"Auf Reisen wie Einheimische zu leben", das hat sich zu einem wichtigen Trend entwickelt. Jüngere Reisende geben ihr Geld lieber für entspannte Momente auf dem örtlichen Dorfplatz aus als für das Abhaken von Sehenswürdigkeiten. Das zumindest sagen drei von vier Gästen aus der Gruppe der Millennials laut einer Studie der HBX Group. Sie möchten tiefer ins Leben eintauchen, angesagte Viertel erkunden und lokale Bräuche und Lebensweisen kennenlernen.

Authentische Erlebnisse durch alltägliche Begegnungen, geteilte Traditionen und neue Freundschaften sind das, was heute zählt. Bodrum an der Ägäis etwa ist ein überzeugendes Beispiel dafür, wie ein einstiges Fischerdorf – trotz eleganter Hotels, Strandclubs und Haubenrestaurants und trotz Rummel in den Ferienzeiten – seinen Charme bewahren konnte, und weiterhin jene Intimität vermittelt, die beim Besucher unverfälscht und bodenständig ankommt.

Bodrum am Schnittpunkt von Ägäis und Mittelmeer besticht durch glamouröse Yachthäfen und belebte Beachclubs. Gümbet, Bitez und Türkbükü zählen zu den lebhaftesten Dörfern der Halbinsel. Doch jenseits der berühmten Strände hat Bodrum einen anderen Rhythmus. Ruhigere Plätzchen wie Mazı, Kızılağaç und Güvercinlik offenbaren ländlichen Charakter und laden Besucher ein, die einfachen Freuden des Lebens am Meer zu genießen.

Diese Verbundenheit mit dem Meer ist hier tief verwurzelt.Bodrum gilt als Ursprung der legendären "Blauen Reise", die man am besten an Bord einer hölzernen Gulet erlebt. Dieses unverwechselbare motorbetriebene Boot vereint traditionelle Handwerkskunst mit großzügigem Platzangebot und Komfort auf See und erschließt Buchten abseits der üblichen Küstenrouten – im klaren und ruhigen Wasser von Aspat, Kissebükü oder Karaada Poyraz.

Durch Tag und Nacht bummeln

Die engen Gassen Bodrums sind gesäumt von weiß getünchten Häusern und bunten Bougainvillen. Hier reihen sich Konditoreien, gemütliche Cafés und kleine Boutiquen aneinander und laden zum Verweilen ein, bevor man den antiken Spuren folgt. Die Burg Bodrum mit ihrem Museum für Unterwasserarchäologie ist den ganzen Sommer bis 22 Uhr geöffnet. Das antike Theater, die historischen Windmühlen und die Ruinen von Halikarnassos bieten atemberaubende Panoramablicke über die Stadt und ihre Küste.

In der Luft liegt der unverwechselbare Duft der ägäischen Küche, die man im prämierten Gourmet-Restaurant wie in einer traditionellen Taverne (Meyhane) verkosten kann. Hier werden fangfrische Meeresfrüchte zusammen mit traditionellen türkischen Meze (Vorspeisen) und regionalen Weinen serviert, aber auch regionale Spezialitäten wie "Çökertme Kebabı", ein typisches Gericht aus knusprigen Kartoffeln, zartem Fleisch und Joghurt. Link zu weiteren Fotos.

Lässiger Bodrum-Blog

(Ende)
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