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pts20210621031 Umwelt/Energie, Auto/Verkehr

Wie die Politik Probleme bewirtschaftet statt löst

CO2-Politik Norwegens hat den Sinn für Proportionalitäten verloren


Nussbaumen (pts031/21.06.2021/15:30) - Die Wortwahl mag etwas heftig erscheinen, doch extremer könnte der Gegensatz zwischen behaupteter und tatsächlicher Wirkung kaum sein: Im Bestreben, ihren Beitrag zur Klimapolitik im hellsten Licht erscheinen zu lassen, hat sich Norwegen eine Strategie einfallen lassen, die auf den ersten Blick zwar sinnvoll erscheint, bei kritischem Hinterfragen jedoch eine Absurdität offenbart, die in der Energie- und Umweltpolitik wohl ihresgleichen sucht. Die Rede ist von der in manchen Ländern ohne Rücksicht auf die Opportunitätskosten betriebenen Förderung der Elektromobilität, die in Norwegen ihr Paradebeispiel findet und vom St. Galler Ökonomen Prof. Bernd Schips heftig attackiert wird.

Norwegen gilt zu Unrecht als Vorbild in der Politik zur Reduktion der vom Verkehr verursachten CO2-Emissionen, wird doch die Elektromobilität an allen Ecken und Enden massiv subventioniert. So sind Personenwagen mit Elektroantrieb von der Mehrwertsteuer in Höhe von 25 Prozent des Kaufpreises befreit, ebenso von der nach Fahrzeuggewicht und Treibstoffverbrauch bemessenen CO2-Sondersteuer. Außerdem genießen Betreiber von Elektrofahrzeugen eine Sonderbehandlung bei den Straßen- und Parkierungs-Gebühren wie auch bei den Versicherungsprämien. Dies hat denn auch zu einem Boom bei der Elektromobilität geführt, der wiederum den Vorbild-Charakter des Landes in Sachen Klimaschutz unterstützt.

Zu diesem Nimbus trägt auch die Anlagepolitik des norwegischen Staatsfonds bei, der über ein gewaltiges Vermögen von über 1000 Milliarden Eur verfügt und sich eine Anlagestrategie verpasst hat, die auf Investitionen in Form von Engagements verzichtet, die direkt oder indirekt mit einem hohen CO2-Ausstoß verbunden sind. Ausgenommen sind dabei lediglich die Investments in die eigene Erdöl- und Erdgas-Industrie. All diese Maßnahmen tragen jedoch letztlich null und nichts zur Verringerung des CO2-Ausstoßes bei, während umgekehrt der massive Export von fossilen Energieträgern zu einer hohen CO2-Belastung führt. Eine Politik mithin, wie sie widersprüchlicher und unglaubwürdiger nicht sein könnte. Dabei gäbe es durchaus Mittel und Wege, politische und effektive Handlungsweisen in Einklang zu bringen.

Denn schon seit Jahren existiert ein Verfahren, mit dessen Hilfe CO2 rezykliert werden kann, welches finanziell absolut verkraftbar ist und welches auch der Regierung Norwegens nicht unbekannt sein dürfte. Konkret handelt es sich um die Biopyrolyse, welche aus Biomasse aller Art Biokohle und Prozesswärme generiert. Zugleich wird mit jedem Kilo Biokohle der in einem Kilo Heizöl oder Diesel oder in 3,6 kg CO2 enthaltene Kohlenstoff neutralisiert und inertisiert.

Daraus ergibt sich für Norwegen die folgende vielversprechende Option: Wenn der besagte Staatsfonds einen winzigen Teil seines Potenzials dafür einsetzen würde, um in Schwellen- und Entwicklungsländern die Biopyrolyse zu fördern, so könnte die Nation die aus diesem Engagement resultierenden CO2-Zertifikate dazu nutzen, auf den Weltmärkten CO2-neutrale fossile Brenn- und Treibstoffe anzubieten. Und damit nicht nur einen substanziellen Beitrag zur CO2-Sequestrierung im Sinne des Pariser Klimaabkommens zu leisten, sondern in dieser Kategorie zugleich zur unbestrittenen Vorbild-Nation Nr. 1 zu avancieren.

Mehr über die Technologie des CO2-Recyclings, deren Implementierung und deren Kosten/Nutzen-Relation ist der Webpage https://www.koberec.org zu entnehmen. Dort finden sich auch weitere Informationen über die von der "Arbeitsgemeinschaft Innovationscontainer" betriebene Gründung einer genossenschaftlich strukturierten NGO (Non Governmental Organization), deren Aufgabe es sein wird, die Biopyrolyse-Technologie und deren Proliferation zu fördern wie auch ein reales, auf Kohlenstoff-Recycling basierendes Zertifikate-System zu deren Bewirtschaftung und Refinanzierung zu schaffen.

(Ende)
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