pte20260205021 in Forschung

Warme Roboterfrau "Moya" menschlich wie nie

Humanoides Gerät von DroidUp arbeitet mit ausgeklügelter KI-Analyse-Software und zeigt Mimik


"Moya": Warme Roboterfrau reagiert ziemlich menschlich auf ihr Gegenüber (Foto: mp.weixin.qq.com)

Schanghai (pte021/05.02.2026/11:45)

"Moya" von DroidUp ist der vielleicht menschenähnlichste Roboter der Welt. Das jüngste Modell des Unternehmens ist in der Hightech-Ansiedlung Zhangjiang Robotics Valley in Schanghai vorgestellt worden. Es ist nach der Selbsteinschätzung des Unternehmens ein "wunderschön gestaltetet und ausdrucksstarker bionischer Roboter, der menschliche Ästhetik und fortschrittliche humanoide Bewegungen tiefgreifend integriert".

Vielzahl von Emotionen

Moya ist 1,65 Meter groß und nur 32 Kilogramm schwer. "Ihr hochgradig anpassbarer bionischer Kopf kann mit natürlicher Anmut in seinem Blick eine Vielzahl von Emotionen ausdrücken, von Freude und Wut bis hin zu Trauer und Glück", so ein Sprecher. Die Bewegungen seien geschmeidig und elegant statt eher hölzern wie bei vielen Konkurrenzmodellen. Moya ist mit einer Kunststoffhaut überzogen, die erwärmt wird, sodass sie sich bei Berührung menschlich anfühlt.

Damit will das Unternehmen dem sogenannten "Uncanny Valley" begegnen. Das ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Menschen eine starke Abneigung gegenüber künstlichen Figuren empfinden, die fast, aber nicht ganz menschlich aussehen, und sich dabei unbehaglich fühlen.

KI analysiert Worte und Mimik

Auch wenn Moya laufen kann: Das ist nicht ihre Stärke, sondern die Art und Weise, wie sie mit Menschen interagiert, Augenkontakt hält, lächelt, nickt und Emotionen mit subtilen Bewegungen ihrer künstlichen Gesichtsmuskeln ausdrückt. Dass diese zu dem, was das Gegenüber sagt und empfindet, passen, hat mehrere Gründe. Ein Kamera erfasst die Mimik des Gesprächspartners, ein Mikrofon dessen Äußerungen.

Beides wird von einer Software verarbeitet, die Künstliche Intelligenz (KI) nutzt und sorgfältig trainiert wurde, um auf akustische und optische Inhalte angemessen zu reagieren. Diese KI-Software steuert die Gesichtsmuskeln und generiert die Antworten. Dass Moya zuweilen ein wenig schielt, gehört wohl zu den Kinderkrankheiten des Roboters, der noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Der Verkaufspreis beträgt umgerechnet rund 7.500 Euro.

Der Roboter ist vor allem für die Gesundheitsbranche gedacht - und zwar nicht als Verteiler von Medikamenten und Essen oder gar als Helfer bei der physischen Pflege. Dafür sind ihre Muskeln bei Weitem zu schwach. Moya soll vielmehr als Begleiter für Senioren eingesetzt werden, bei der Patientenüberwachung assistieren und als Ersatz für einfühlsame menschliche Partner dienen.



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