pte20260205005 in Leben

Neue Augentropfen beseitigen Weitsichtigkeit

US-Zulassungsbehörde FDA gibt grünes Licht - Brille, Kontaktlinsen oder OP werden überflüssig


Augentropfen: Mit einem neuen Präparat fällt das Sehen leichter (KI-Bild: iletitv, pixabay.com)
Augentropfen: Mit einem neuen Präparat fällt das Sehen leichter (KI-Bild: iletitv, pixabay.com)

London/Silver Springs (pte005/05.02.2026/06:15)

Die US-Zulassungsbehörde FDA hat Augentropfen freigegeben, die mit einer Kombination von zwei Wirkstoffe altersbedingte Weitsichtigkeit ohne OP rückgängig macht. Das von Tenpoint Therapeutics entwickelte Präparat "Yuvezzi" behandelt Presbyopie. Diese häufige Erkrankung tritt mit zunehmendem Alter auf und erschwert das Sehen von Text und anderen Dingen in der Nähe. Die Tropfen enthalten die Wirkstoffe Carbachol und Brimonidintartrat, die bisher getrennt voneinander zur Bekämpfung des grünen Stars (Glaukom) eingesetzt werden.

Zwei Mrd. Fehlsichtige

Von Presbyopie sind weltweit rund zwei Mrd. Menschen betroffen. Die Erkrankung setzt in der Regel im Alter von etwa 40 Jahren ein. Meistens wird sie mit Lesebrillen, Kontaktlinsen oder OPs behandelt. Medikamente gab es bis vor Kurzem nicht. Den Anfang machte Lenz Therapeutics im vergangenen Jahr mit "Vizz", das den Wirkstoff Aceclidin enthält. Das Präparat lindert das Problem für etwa zehn Stunden.

Yuvezzi ist ebenso lange wirksam, lindert aber gleich zwei Probleme. Carbachol verkleinert die Pupillen, was zur Schärfung der Nahsicht beiträgt, während Brimonidin die Pupillen länger in diesem Zustand hält. Die Zulassung erfolgte nach einer zwölfmonatigen Sicherheitsstudie. Danach hat das Medikament keine schwerwiegenden Nebenwirkungen. Im Vergleich zu Tropfen, die nur Carbachol enthalten, wurde auch die Rötung der Augen reduziert. Die Wirkung tritt binnen 30 Minuten ein.

US-Einführung noch 2026

Yuvezzi muss, wenn die Wirkung anhalten soll, regelmäßig angewendet werden, ebenso wie Vizz. Das Präparat soll im zweiten Quartal dieses Jahres zunächst auf den US-Markt kommen. Für wann letztlich eine finale Zulassung in Europa erfolgen wird, steht gegenwärtig noch nicht fest.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail: kempkens@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|