"Aletheia-Probe" findet Forschungs-Fake-News
Software macht auf unseriöse "Fachzeitschriften" aufmerksam und hilft Usern bei der Recherche
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Wahrheit versus Lüge: Warnung vor unseriösen "News" (Bild: Hartono Creative Studio, pixabay.com) |
Bonn/Ithaca (pte002/05.02.2026/06:00)
Das automatisierte Tool "Aletheia-Probe" entlarvt pseudowissenschaftliche Publikationen. Laut Entwickler Andreas Florath von der Deutschen Telekom durchsucht die Software automatisch mehrere maßgebliche Datenbanken gleichzeitig, um festzustellen, was diese über eine bestimmte Publikation gespeichert haben.
Datenbanken abklopfen
Zunächst werden von Menschen verwaltete Datenbanken wie das "Directory of Open Access Journal", das seriöse Publikationen auflistet, und "Beall's List", eine bekannte Blacklist mit unseriösen Zeitschriften, überprüft. Als nächstes ckeckt Aletheia-Probe den digitalen Fußabdruck einer Zeitschrift in großen Online-Bibliotheken wie "OpenAlex" oder "Crossref".
Der Algorithmus sucht nach Warnsignalen, die Menschen möglicherweise übersehen würden, beispielsweise ob eine Zeitschrift eine unmöglich hohe Anzahl von Artikeln veröffentlicht oder grundlegende fachliche Details wie Autorenangaben fehlen. Anstatt eine einfache Ja- oder Nein-Antwort zu geben, präsentiert Aletheia-Probe einen sogenannten Konfidenz-Score.
Legitime Publikationen
In der Praxis funktioniert das wie folgt: Beispielsweise sagt die Software, dass eine bestimmte Publikation auf zwei "guten Listen" und einer "schlechten" Liste aufgeführt ist und daher die Konfidenz, dass es sich um eine legitime Publikation handelt, gering oder ungewiss ist. Menschen können dann die endgültige Entscheidung treffen.
"Anstatt undurchsichtige Ergebnisse wie 'Vertrauen Sie dieser Bewertung' zu liefern, präsentiert das Tool ausdrücklich seine Argumentation, sodass Forscher die Grundlage für jede Bewertung verstehen und fundierte Entscheidungen treffen können", so Florath. Details zur Architektur und dem Design sind auf dem Preprint-Server "arXiv" der Cornell University zu finden.
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