pte20260204001 in Leben

Neues Mini-Ultraschallgerät findet Brustkrebs

Tragbare MIT-Entwicklung kann zu Hause auch leicht von Laien bedient werden


Ultraschallsonde (links) und Auswerteeinheit (Foto: MIT Media Lab)
Ultraschallsonde (links) und Auswerteeinheit (Foto: MIT Media Lab)

Cambridge (pte001/04.02.2026/06:00)

Mit einem miniaturisierten, tragbaren Ultraschallgerät, das jeder einfach nutzen kann, soll Brustkrebs künftig früher als bisher erkennbar sein, sodass er mit nahezu 100-prozentiger Erfolgsaussicht behandelt werden kann. Entwickelt hat das Gadget ein interdisziplinäres Entwicklerteam des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Aggressive Intervallkarzinome

Üblicherweise unterziehen sich Frauen einmal pro Jahr einer Mammographie, mit der sich Krebszellen identifizieren lassen. Manche sind allerdings besonders anfällig für diese Krankheit. Bei diesen Frauen können sich Knoten bilden, die erst bei der nächsten Untersuchung entdeckt werden. Diese Tumore (Intervallkarzinome) machen 20 bis 30 Prozent aller Brustkrebsfälle aus und sind oft aggressiver als jene, die bei Routineuntersuchungen entdeckt werden. Bei diesen Tumoren sinkt der Behandlungserfolg auf 25 Prozent, wenn sie erst bei der nächsten Routineuntersuchung entdeckt werden.

Derzeit wird Ultraschall in der Regel nur als Folgeuntersuchung eingesetzt, wenn eine Mammographie verdächtige Bereiche aufzeigt. Die für diesen Zweck verwendeten Ultraschallgeräte sind groß und teuer. "Zudem braucht man erfahrene Ultraschalltechniker, um diese Geräte zu bedienen", erklärt MIT-Forscher Shrihari Viswanath. Das neu entwickelte System für alle wiederum besteht aus einer Ultraschallsonde und einer Hauptplatine zur Verarbeitung der Daten. Die Sonde ist kleiner als ein Kartenspiel und enthält ein Ultraschallarray, das 3D-Bilder des darunter liegenden Gewebes aufnehmen kann.

3D-Bild zeigt deutlich die Veränderungen

Diese Daten werden von der Hauptplatine verarbeitet, die etwas größer als ein Smartphone ist und nur etwa 300 US-Dollar in der Herstellung kostet. Um die Bilder anzuzeigen, wird die Hauptplatine an einen Laptop angeschlossen, der auch verwendet werden kann, um die Bilder an ein medizinisches Auswertezentrum zu schicken. Die Entwickler testeten das Gerät an einer 71-jährigen Frau mit Brustzysten. Es entstand ein 3D-Bild des Gewebes, auf dem die Zysten deutlich zu erkenne waren. Das System kann bis zu 15 Zentimeter tief in das Gewebe hineinblicken und die gesamte Brust von zwei oder drei Stellen aus abbilden.

(Ende)
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