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pte20220706002 Forschung/Entwicklung, Kultur/Lifestyle

Vertrauen und Hunde für sichere Nachbarschaft

Studie weist Rückgang von Tötungsdelikten und Raubüberfällen nach


Hunde: Mehr Kommunikation, weniger Kriminelle (Foto: pixabay.com, icsilviu)
Hunde: Mehr Kommunikation, weniger Kriminelle (Foto: pixabay.com, icsilviu)

Columbus (pte002/06.07.2022/06:10) -

Sucht man zum Leben eine sichere Nachbarschaft, sollte man eine wählen, in der die Bewohner sich vertrauen und viele Hunde haben. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Ohio State University http://osu.edu gekommen. Die in Columbus durchgeführte Untersuchung ergab, dass Viertel mit mehr Hunden weniger Tötungsdelikte, Raubüberfälle und in einem geringeren Ausmaß weniger schwere Körperverletzungen aufwiesen. Das galt zumindest dann, wenn es auch ein hohes Ausmaß an Vertrauen unter den Bewohnern gab. Die Forschungsergebnisse wurden in "Social Forces" veröffentlicht.

Patrouille mit Hund

Laut Studienautor Nicolo Pinchak nehmen Menschen, die mit ihren Hunden unterwegs sind, ihr Umfeld aufmerksamer wahr. So können sie Kriminelle abschrecken und fungierten gleichsam als wirksame Patrouille. "Sie sehen, wenn etwas nicht stimmt oder wenn jemand unterwegs ist, der dort nicht sein sollte. Soziologen gehen seit langem von der Theorie aus, dass die Kombination von gegenseitigem Vertrauen und lokaler Überwachung durch die Bewohner Kriminelle abschrecken kann", erläutert Co-Autor Christopher Browning. Es gab jedoch keinen passenden Maßstab dafür, wie die Einwohner die Überwachung benachbarten Straßen tatsächlich durchführen. "Wir sind davon ausgegangen, dass Gassigehen mit dem Hund das wahrscheinlich ganz gut abdeckt. Daher war das einer der Gründe, warum wir diese Studie durchgeführt haben."

Für die Studie untersuchten die Forscher die Kriminalstatistik zwischen 2014 und 2016 für 595 Census Block Groups – dem Pendant von Nachbarschaften. Daten stammten auch von einem Marketing-Unternehmen, dass Menschen in Columbus 2013 befragt hatte, ob es in ihrem Haushalt einen Hund gibt. Schließlich nutzten die Wissenschaftler Daten der Studie Adolescent Health and Development in Context http://bit.ly/3P3HGDc , um Vertrauensverhältnisse in Nachbarschaften festzustellen und Bewohner danach befragt.

Vertrauen schützt vor Kriminalität

Die Forschung hat gezeigt, dass Vertrauen zwischen Nachbar ein wichtiger Teil bei der Abschreckung von Kriminellen ist. Es legt nahe, dass die Bewohner einander bei einer Bedrohung helfen und das Gefühl einer kollektiven Wirksamkeit besteht,welches positive Auswirkungen auf die Nachbarschaft haben kann, erläutert Pinchak. Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigten, wie erwartet, dass Viertel mit hohen Werten beim Vertrauen weniger Tötungsdelikte, Raubüberfälle und schwere Körperverletzungen aufwiesen. Bei diesen Nachbarschaften zeigten jene mit vielen Hunden einen zusätzlichen Rückgang bei der Kriminalität. Hier gab es im Vergleich nur rund zwei Drittel der Diebstähle und rund die Hälfte der Tötungsdelikte. Taten, die eher an öffentlichen Orten begangen werden.

Laut Pinchak geht es darum, dass mit den Hunden hinausgegangen wird. Es bringt wirklich etwas, wenn Bewohner auf den Straßen bemerken, was vor sich geht. "Die Menschen sind unterwegs, sie unterhalten sich, streicheln die Hunde. Sie wissen, was vor sich geht und können mögliche Probleme wahrnehmen. Vertrauen in Kombination mit Hunden half dabei, die Kriminalität auf den Straßen zu verringern."

Auch weniger Einbrüche

Die Studie kam auch zu dem Ergebnis, dass mehr Hunde in einer Nachbarschaft auch mit weniger Eigentumsdelikten wie Diebstahl in Verbindung standen. Hier spielte es jedoch keine Rolle, wie viel Vertrauen die Menschen untereinander hatten. Das Bellen und sichtbare Hunde halten potenzielle Einbrecher von Gebäuden fern. Das Vertrauen und die Überwachung durch die Bewohner spielen dabei keine Rolle. Die schützende Wirkung der Hunde wurde auch festgestellt, als eine Reihe anderer Faktoren in Verbindung mit Verbrechen berücksichtigt wurden. Dazu gehörte der Anteil an jungen Männern in der Nachbarschaft, eine unbeständige Wohnsituation und der sozioökonomische Status.

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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