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Verbrennung erzeugt Zeilen in Blindenschrift

Neuartiges dynamisches Display von Forschern der Cornell University aus Silikon in Reichweite


Flexibles Display zur Erzeugung von Blindenschrift (Foto: cornell.edu)
Flexibles Display zur Erzeugung von Blindenschrift (Foto: cornell.edu)

Ithaca/Haifa (pte002/07.10.2021/06:05) - Blinde und schwerst Sehbehinderte können künftig Displays benutzen, auf denen durch Verbrennen von winzigen Mengen an Erdgas erhabene kleine Punkte entstehen, die einen Text in Blindenschrift (Braille) darstellen. Den Monitor, der die Teilnahme von Blinden am Leben erleichtern könnte, haben Forscher um Rob Shepherd an der Cornell University http://cornell.edu mit Unterstützung von Kollegen des Technion-Israel Institute of Technology https://technion.ac.il entwickelt.

Winzige Methan-Zündung

Das System besteht aus Silikon, einem verformbaren Polymer auf Siliziumbasis, in das die Entwickler winzige Kammern mit ebenso winzigen Zündkerzen integriert haben. Sie sind über getrennte Kanäle mit einer Pumpe verbunden, die eine winzige Menge Gas, das aus Methan und -Sauerstoff besteht, in die Kammern presst, die Braille-Punkte formen sollen. Diese erheben sich, wenn das Gas gezündet wird, um mehrere Millimeter. Das passiert innerhalb von einer Millisekunde.

Der erzeilte Effekt genügt, um von den Sehbehinderten zuverlässig ertastet werden zu können, heißt es. Ein magnetisches Verriegelungssystem sorgt dafür, dass die Punktereihe nicht gleich wieder zusammenbricht, damit sie in Ruhe ausgelesen werden kann. Ist der Blinde fertig, drückt er einfach auf die Punkte, sodass sie auf das Ausgangsniveau zurückkehren und der Prozess erneut beginnen kann.

Erhöhung der Punktezahl

Das aktuelle System besteht aus neun fluidischen Elastomeraktuatoren, aber die Forscher wollen ihre Zahl deutlich erhöhen, um ein dynamisches taktiles Display für den Alltagsgebrauch zu bauen. Eine der größten Hürden für die Entwicklung eines dynamischen Braille-Displays für Elektronik bestand darin, die für die Entstehung der erhabenen Punkte erforderliche Kraft aufzubringen.

In früheren Versuchen haben die Entwickler Motoren und Hydraulik eingesetzt, lauter teure, komplexe und schwere Komponenten, so Shepherd. "Also sagten wir uns, wir verzichten auf Mechanik und setzen auf Verbrennung." Bekannt war, dass beim Verbrennen von winzigen Mengen an Gas erhebliche Kräfte frei werden. Das machte sich Sheperds Team zunutze.

(Ende)
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