Social Web raubt Teens doch nicht die Empathie
Studienauswertung der Georgia State University zeigt Folgen von Dauer und Häufigkeit der Nutzung
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Handy immer dabei: Empathie leidet unter Social Web doch nicht (Bild: milaoktasafitri, pixabay.com) |
Atlanta (pte027/10.03.2026/13:59)
Die regelmäßige Nutzung von Social Media macht Teenager doch nicht weniger empathisch. Das zumindest wollen Forscher der Georgia State University um Erin McDonald herausgefunden haben. Analysiert worden sind Daten aus 13 Studien mit mehr als 10.000 Jugendlichen im Durchschnittsalter von etwa 16 Jahren.
Gemischtes Bild
"Obwohl der Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und der Gesamtempathie gering war, war ich etwas überrascht, dass er positiv ausfiel, angesichts der gemischten Ergebnisse der einzelnen Studien", so McDonald. Kollegin Erin Tully: "Allein die Bildschirmzeit zu reduzieren, wird die Empathie von Jugendlichen wahrscheinlich nicht verbessern."
Denn: Nicht alle Arten der Social-Web-Nutzung zeigen denselben Zusammenhang mit Empathie. Studien, die maßen, wie häufig Jugendliche mit sozialen Medien interagierten - etwa Feeds prüfen, Beiträge posten oder Nachrichten schreiben - zeigten stärkere Zusammenhänge mit Empathie als Studien, die nur die insgesamt online verbrachte Zeit erfassten, heißt es.
Alter entscheidend
Auch das Alter spielt eine Rolle. Der Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und höherer kognitiver Empathie fällt bei jüngeren Jugendlichen stärker als bei älteren Teenagern aus. Die Wissenschaftler vermuten, dass dies Entwicklungsunterschiede widerspiegelt, da die Fähigkeit zur Perspektivübernahme in der frühen Jugend noch reift.
Fazit: Die Studie hat keine Hinweise darauf gefunden, dass die Nutzung sozialer Medien der Empathie von Jugendlichen allgemein schadet - und stellt damit eine verbreitete Annahme in der öffentlichen Debatte infrage. Gleichzeitig betonen die Autoren, dass die Beziehung komplex ist und stark vom individuellen Verhalten und Kontext abhängt.
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