USA: Drei Viertel der Baby-Nahrung ungesund
George Institute for Global Health findet Zusatzstoffe - Top 10 der Supermarktketten analysiert
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Baby-Nahrung: USA setzen oft auf billig und bequem (Foto: pixabay.com, DesignDrawDesignDrawArtes) |
Sidney (pte018/11.02.2026/10:30)
In den USA gehören 71 Prozent der Baby-Nahrungsprodukte zu hochverarbeiteten Lebensmitteln (UPFs). Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des George Institute for Global Health. Die Forscher haben 651 Produkte aus der eigenen "FoodSwitch"-Datenbank analysiert. Sie enthält Säuglings- und Kleinkindnahrung, die in den Top 10 der US-Lebensmittelketten verkauft werden. Diese Produkte sind mittels des "NOVA"-Klassifizierungssystems bewertet worden.
UPFs billig und schmackhaft
Bei UPFs handelt es sich um industriell hergestellte Produkte, die aus hochverarbeiteten Zutaten und Zusatzstoffen bestehen. Sie sind kostengünstig, praktisch und schmackhaft. Dieser Art von Baby-Nahrung fehlen jedoch die Nährstoffe von Vollwertkost und weniger stark verarbeiteten Lebensmitteln. Laut Forschungsleiterin Elizabeth Dunford werden in der Kindheit lebenslange Essgewohnheiten ausgebildet. Zudem steht der Konsum von UPFs bei Kindern mit späteren Erkrankungen des Herzens und des Stoffwechsels in Zusammenhang.
Die Experten haben Zusatzstoffe in 71 Prozent der Produkte nachgewiesen. Gefolgt von Geschmacksverstärkern (36 Prozent), Verdickungsmitteln (29 Prozent), Emulgatoren (19 Prozent) und Farbstoffen (19 Prozent) mit ebenfalls relativ hohen Anteilen. Insgesamt haben die Forscher im Sample 105 spezifische Zusatzstoffe gefunden. Laut Dunford gibt es immer mehr Belege dafür, dass bestimmte Zusatzstoffe der Gesundheit schaden. Emulgatoren, Verdickungsmittel und Stabilisatoren verändern die Darmfunktion. Synthetische Farbstoffe beeinflussen bei Kindern die verhaltensbezogenen Ergebnisse. "Der hohe Einsatz von kosmetischen Zusatzstoffen bei der Baby-Nahrung ist besonders besorgniserregend", sagt Dunford.
Etwa doppelte Zuckermenge
Das untersuchte Sample an hochverarbeiteter Baby-Nahrung hat mit 14 Gramm pro 100 Gramm doppelt so viel Zucker enthalten. Zugesetzter Zucker ist zudem nur in hochverarbeiteten Produkten nachgewiesen worden. Bei Snacks und Fingerfood enthielt die stark verarbeitete Baby-Nahrung sogar 2,5 Mal so viel Zucker, und zwar 14,4 Gramm pro 100 Gramm. Der Natriumgehalt war ebenfalls durchweg höher. Die analysierten UPFs waren zusätzlich kalorienreicher. Dafür fehlten ihnen essenzielle Nährstoffe wie Ballaststoffe. Die Forschungsergebnisse sind im Fachmagazin "Nutrients" veröffentlicht.
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