Toleranzgespräche 2026: Widerstand ist machbar
Dialogprogramm zum Umgang mit falscher Politik, Unrecht und Korruption
Villach (pts013/21.04.2026/08:50)
Die ungarischen Parlamentswahlen haben es vorgezeigt: Widerstand gegen falsche Politik, Unrecht und Korruption ist machbar. Wie Auflehnung und Gegenwehr verantwortungsvoll und gewaltlos organisiert werden kann, das ist das Generalthema der Europäischen Toleranzgespräche vom 17. bis 24. Mai 2026 im Kärntner Bergdorf Fresach. Rund 40 ExpertInnen aus Literatur und Philosophie, Wirtschaft und Wissenschaft melden sich zu Wort. Tickets und Programm gibt's auf https://www.fresach.org/.
Eröffnet wird die traditionelle Dialogwoche vor Pfingsten mit einem GehDENK-Konzert am Sonntag, den 17. Mai aus Anlass des 100. Geburtstages von Ingeborg Bachmann, die zeitlebens gegen die "herrschenden Verhältnisse" anschrieb. Für die Eröffnungsrede am Donnerstag, den 21. Mai in Fresach konnte der Historiker und Autor Doron Rabinovici gewonnen werden, die Folgen der Ungarn-Wahl für den Rechtspopulismus in Europa diskutieren die Politologin Melani Barlai, Autor Dimitré Dinev, Botschafter Thomas Peyker und ARD-Korrespondentin Susanne Glass.
Den Auftakt des diesjährigen Programms organisiert der Kärntner SchriftstellerInnenverband (KSV) mit einem Toleranzforum für Schule und Literatur am Mittwoch, den 20. Mai, im Rathaus von Villach. Da wird es u.a. um neue "Spielregeln gegen die digitale Welt" gehen und um die "Bedeutung des Widerstands durch Worte und die Verantwortung der Sprache", unter anderem mit Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier, EU-Insider Hatto Käfer sowie den Autoren Anna Baar, Antonio Fian und Gerhard Ruiss. Die abendliche Eröffnungsveranstaltung im Rathaus ist der Stadt Villach und ihrem Widerstand im Laufe der Zeiten gewidmet.
Strategien für den gewaltlosen Widerstand
Widerstand zu leisten, bevor es zu spät ist, diese Lehre hat Europa im vergangenen Jahrhundert gezogen. Diese Lektion haben auch viele Länder und Völker außerhalb gelernt oder lernen müssen. Wer Frieden und Freiheit will, muss vorausschauen und jeder Einschränkung von UN-Menschenrechten und modernen Errungenschaften wie Demokratie und Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung und Rechtstaatlichkeit frühzeitig entgegentreten. Doch wie weit Widerstand gehen darf und soll, darüber gehen die Meinungen auseinander, darüber diskutiert Fresach.
Verantwortungsvoller Widerstand als Job
20. Mai: Jugendforum, 14 Uhr: Spielregeln gegen die digitale Welt
Aus vielen Studien weiß man, dass die intensive Nutzung von sozialen Medien krank und süchtig macht, und die Bilderflut verheerende Folgen für die Entwicklung junger Menschen hat. Was tut die Europäische Union dagegen, welche Möglichkeiten haben Politik und Gesellschaft, die Auswüchse der digitalen Welt in die Schranken zu weisen?
20. Mai: Literaturforum, 17 Uhr: Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch
Schriftsteller/innen sehen sich verantwortlich für die Entwicklung der Gesellschaft, sie sind per se im Widerstand. Sie beschreiben was sie denken und fühlen, sie analysieren, was sie sehen. Sie kämpfen mit Sprache und Worten, sie hadern mit der Macht und der Bevormundung. Doch was ist zu tun, damit Literatur im politischen Alltag überhaupt noch gehört wird?
21. Mai: Europaforum, ab 9 Uhr: Wie weit darf Widerstand?
Die Welt versinkt in Krisen, Extremisten und Autokraten beherrschen die Agenda. Der Regelbruch wird zur Regel, auf das Völkerrecht gepfiffen. Die Nachkriegsordnung ist Schnee von gestern, was heute zählt ist Stärke, und hohes Drohpotenzial. Wie weit kann und darf Widerstand gehen, damit wir nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen?
22. Mai: Wirtschaftsforum, ab 9 Uhr: Ihr da oben, wir hier unten.
Weltweit ist es der zunehmende Reichtum von ein paar Wenigen, der die Wut und Verzweiflung der Massen befeuert. In Europa begehren inzwischen Bauern und Unternehmer auf, weil sie den Regulierungswahn und die lähmende Bürokratie satt haben. Wann wird der Druck zuviel, wann kocht der Topf über? Und was sind die besten Strategien gegen falsche Politik?
Aufbruch zu Pfingsten
Die Europäischen Toleranzgespräche 2026 finden in der Pfingstwoche statt und beginnen heuer mit einem GehDenk-Konzert am Sonntag, 17. Mai. Weitere Highlights sind die Verleihung des Europäischen Toleranzpreises am Donnerstag, 21. Mai, sowie literarische Interventionen am 22. Mai. Den Abschluss macht ein Toleranzfrühstück am Samstag, 23. Mai. Zum Thema Widerstand gibt es eine Sonderausstellung im Toleranzmuseum Fresach. Die Gespräche werden von der Stadt Villach, dem Land Kärnten, der Evangelischen Kirche und dem Kunstministerium unterstützt.
Die Europäischen Toleranzgespräche
Die Europäischen Toleranzgespräche finden seit 2015 alljährlich zu Pfingsten statt und behandeln gesellschaftliche Entwicklungen und politische Bildung zu Fragen der sozialen Integration, Demokratie und Menschenrechte. Die Gespräche haben ihren Ursprung in den Fresacher Schriftstellertagungen, die von 1972 bis 1996 unter der Ägide des Kärntner SchriftstellerInnenverbands (KSV) stattfanden. Die Veranstaltungen werden live aufgezeichnet und auf fresach.org, YouTube und Facebook gestreamt.
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