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pts20260714010 in Forschung

Studie zu Kreislaufwirtschaft in der Holzindustrie

Student der Hochschule Burgenland nahm österreichische Unternehmen der Holzbranche unter die Lupe


Pinkafeld (pts010/14.07.2026/10:00)

Damit Kreislaufwirtschaft mehr sein kann als gute Absicht, braucht es Standards, Kennzahlen und klare Berichterstattung. Das zeigt eine Masterarbeit aus dem Studiengang Energie- und Umweltmanagement der Hochschule Burgenland, die vier österreichische Unternehmen der Holzbranche unter die Lupe nahm.

Die gute Nachricht zuerst: Die Masterarbeit von Peter Gabriel kommt im Kern zum Schluss, dass die Holzbranche in Österreich bereits auf einem guten Weg ist, aber für echte Kreislaufwirtschaft noch mehr Transparenz, einheitliche Kennzahlen und stärker systematisch dokumentierte Maßnahmen braucht. Für seine Abschlussarbeit hat der Absolvent des Masterstudiengangs Energie- und Umweltmanagement der Hochschule Burgenland die Nachhaltigkeitsberichte von vier österreichischen Unternehmen der Holzbranche analysiert.

"Die Kreislaufwirtschaft gilt als zentrales Zukunftskonzept für eine nachhaltigere Holzindustrie", erklärt er. "Sie zielt darauf ab, Holz möglichst lange im Nutzungskreislauf zu halten, Materialien mehrfach zu verwenden und Abfälle so gut wie möglich zu vermeiden." Er selbst ist Nachhaltigkeits-, und Marketingbeauftragter bei der Rubner Holzindustrie Gruppe, einer der führenden Ingenieurholzbauunternehmen Europas mit Sitz in Südtirol. In den vier Nachhaltigkeitsberichten, die er für seine Studie analysierte, zeigt sich: "Die Unternehmen berichten zwar über Maßnahmen wie nachhaltige Beschaffung, Abfallvermeidung oder Recycling, was aber oft fehlt, sind einheitliche Kennzahlen, Zielwerte und vergleichbare Daten."

Kreislaufwirtschaft mehr als Recycling

Grundsätzlich sei die Holzindustrie aber auf einem guten Weg. Die Arbeit zeigt, dass Kreislaufwirtschaft in der Holzindustrie weit mehr ist als Recycling. Sie beginnt im Idealfall bereits bei der Produktgestaltung. "Holzprodukte und Holzbauten sollten so geplant werden, dass sie langlebig, reparierbar, rückbaubar und möglichst sortenrein sind", betont Gabriel. Innovative Ideen wie etwa der Digitale Produktpass können dabei helfen, Materialzusammensetzung, Herkunft und spätere Verwertungsmöglichkeiten nachvollziehbar zu dokumentieren.

Besonders deutlich wird: Kreislaufwirtschaft in der Holzindustrie kann nur funktionieren, wenn sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette gedacht wird. Dazu gehören nachhaltige Holzbeschaffung, der Einsatz von Sekundärmaterialien, die Rücknahme von Bauteilen, die Wiederverwendung von Komponenten sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. "Kreislaufwirtschaft heißt in der Holzindustrie daher nicht nur, Holz am Ende zu recyceln, sondern Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle so zu gestalten, dass Wertstoffe möglichst lange im Kreislauf bleiben und Ressourcen effizienter genutzt werden."

Mehr zum Studium an der Hochschule Burgenland und die Möglichkeit zur Anmeldung für einen Restplatz unter: www.hochschule-burgenland.at

(Ende)
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